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Eberhard Steinmetz “Magdalenenflut 1342 – Das Jahr, als das Mittelalter den Boden unter den Füßen verlor”

24. Juli 2026 - 19:00 - 20:30 CEST

Am Gedenktag für die Heilige Maria Magdalena, dem 22. Juli 1342, erlebte Mitteleuropa eine Flut von sintflutlichem Ausmaß, die als die verheerendste in der Geschichte des Kontinents gilt. Die Menschen des Mittelalters verloren buchstäblich den Boden unter den Füßen. Landschaften wandelten sich grundlegend und in den Mittelgebirgen Mitteleuropas – wie etwa im Taunus – sind bis heute Runsen zu sehen, geomorphologisch als Erosionsrinnen bekannt. Die Oberflächenstrukturen betroffener Gebiete veränderten sich dramatisch; Hungersnöte brachen aus, die Abwehrkräfte der Menschen schwächten sich.
Diese Katastrophe bildet einen bedrückenden Vorläufer des späteren Schwarzen Todes, der nur vier Jahre später wütete. Schätzungen sprechen von bis zu 25 Millionen Opfern. Bemerkenswert fällt zudem auf, dass dieses Flutereignis in die Anfangsphase der Kleinen Eiszeit fiel, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts andauerte. Ein Ereignis, das die Geschichte Europas nachhaltig prägte und das Verständnis von Naturkatastrophen und deren Auswirkungen greifbar macht.

Wie immer ist der Eintritt frei und Gäste sind herzlich willkommen.

Details

  • Datum: 24. Juli 2026
  • Zeit:
    19:00 - 20:30 CEST
  • Veranstaltungskategorie:

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