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Höhere Mädchenbildung in Bad Homburg in der Zeit von 1866 bis 1914

11. Mai 2026 - 19:30 - 21:00 CEST
Kostenlos

Vortrag von Ulrich Hummel (Bad Homburg v. d. Höhe)

Ausgehend von zwei Beispielen aus der Zeit vor 120 Jahren, behandelt der Vortrag die so genannte höhere Töchterschulung des 19. Jahrhunderts im damaligen Homburg. Mit dem Aufbau des Kurwesens und dem wachsenden Fremdenverkehr wuchs auch der Bedarf einer besseren schulischen Ausbildung der Töchter von gut situierten Bürgern. Es entstanden mehrere Privatinstitute für Mädchen nach dem schulpflichtigen Alter, in denen unter anderem Französisch und Englisch gelehrt wurden.

Als Preußens Kultusminister von Goßler 1890 die Meinung vertrat, man solle auch die intellektuellen Seiten der Mädchen fördern, gab es in Homburg ein heftiges Hin und Her zwischen Befürwortern und Gegnern einer höheren Schulbildung von Mädchen. Drei angesehene Herren setzten schließlich durch, dass das größte Institut, das der Louise Reuter, von der Stadt subventioniert werden sollte. Am 1. April 1900 trat die Stadt die Nachfolge von Fräulein Reuter an; eine höhere Mädchenschule wurde eröffnet, später „Lyzeum“ genannt.

Ulrich Hummel studierte nach dem Abitur an der Kaiserin-Friedrich-Schule in Bad Homburg Latein und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien und trat in den Schuldienst ein. Bis 2004 unterrichtete er 33 Jahre lang an der Humboldtschule in Bad Homburg. Dabei betreute er zahlreiche Schülergruppen bei der Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und anderen heimatgeschichtlichen Projekten. Für sein Engagement erhielt er mit seinen Schülerinnen und Schülern 1992 den ersten Saalburgpreis des Hochtaunuskreises für Geschichte und Heimatpflege. Er veröffentlichte zahlreiche Aufsätze zur Geschichte von Bad Homburg, der Saalburg und des Limes.

Der Vortrag ist öffentlich bei freiem Eintritt.

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