Stadt organisiert Ehrenamtskoordination für Ukraine-Hilfe
24. März 2022
Taunusstein (ut). Über 80 Freiwillige hatten sich auf den Aufruf der Stadt gemeldet, um Geflüchteten aus der Ukraine in Taunusstein zu helfen. Am Mittwoch, 23. März, hatte die Stadt zu einem Treffen eingeladen, um die Zusammenarbeit zu strukturieren und sich untereinander besser zu vernetzen. Im Anschluss fand das erste Treffen des Runden Tischs Ukraine statt.
Zunächst für die größeren Stadtteile Bleidenstadt, Hahn, Wehen und Neuhof haben sich jeweils zwei Ehrenamtliche bereiterklärt als Stadtteilkoordinatoren die Schnittstelle zur Stadt und der ehrenamtlichen Arbeit zu übernehmen. Die Koordinatoren organisieren im jeweiligen Stadtteil die anfallenden Aufgaben, vernetzen die Ehrenamtlichen und sind Ansprechpartner für die Verwaltung. Sie sind außerdem jeweils die Vertreter für die Ehrenamtlichen in den Stadtteilen am Runden Tisch Ukraine, in dem Kirchen, Vereine und andere Taunussteiner Institutionen wie die Bürgerstiftung oder das Familienzentrum Mütze sowie die Integrationskommission sich in Zukunft regelmäßig untereinander und mit der Stadt austauschen, um effizient und kooperativ Geflüchtete zu unterstützen.
Dankbar für die Hilfsbereitschaft, die nun effektiv koordiniert werden muss
In den ersten Wochen der Ukraine-Krise hatten sich viele Menschen privat engagiert und Hilfs- und Spendenaktionen gestartet. Die ersten Geflüchteten, die in Taunusstein ankamen, kamen über persönliche Kontakte hierher und privat unter. Mit Stand vom 23. März hatten sich 143 Geflüchtete in Taunusstein angemeldet. In den kommenden Wochen rechnet die Stadt mit einer massiven Zunahme der zugewiesenen Geflüchteten über das Land und den Landkreis auch in Taunusstein. Die Benennung der Ehrenamtskoordinatoren sowie die konstituierende Sitzung des Runden Tischs Ukraine soll helfen, damit die große Hilfsbereitschaft künftig auch bei steigenden Ankunftszahlen da ankommt, wo sie gebraucht wird und keine parallelen Strukturen entstehen.
„Wir sind den vielen Ehrenamtlichen sehr dankbar, die sich spontan bei uns gemeldet haben, um zu unterstützen“, so Pressesprecherin Julia Lupp und führt weiter aus: „Wir stehen heute am Anfang der Herausforderung, die wir nur gemeinsam mit dem Engagement der Zivilbevölkerung bewältigen können. Künftig werden voraussichtlich deutlich mehr Menschen in Taunusstein ankommen, die hier keine direkten Kontakte haben und Unterstützung bei Behördengängen oder Übersetzungen brauchen sowie den Austausch mit anderen Geflüchteten suchen.“
Erste Ergebnisse der Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Stadt
Die Einrichtung des Spiel-Cafés für Geflüchtete und ihre Kinder dienstags und donnerstags zwischen 14 und 17 Uhr in der Silberbachhalle, bei dem Stadt und Ehrenamtliche aus Wehen gemeinsam Geflüchteten einen Raum für Austausch und Vernetzung bieten, ist bereits ein erstes Ergebnis der engagierten Zusammenarbeit zwischen Stadt und Ehrenamtlichen. Zum ersten Termin waren rund 20 Erwachsene und etwa zehn Kinder gekommen.
Auch die Evangelische Kirchengemeinde Bleidenstadt bietet ab Samstag, 26. März, alle zwei Wochen im Gemeindehaus Raum und Zeit für den Austausch von Geflüchteten untereinander sowie der Vernetzung von Ehrenamtlichen.
Weitere Helfer gesucht
Nach wie vor können sich Interessierte auf www.taunusstein.de/engagement-ukraine anmelden, wenn sie Geflüchteten unterstützen möchten. Insbesondere ehrenamtliche Übersetzer die sowohl Ukrainisch als auch Deutsch sprechen und lesen können, werden gesucht. Die verschiedenen Informationen und Ansprechpartner sollen in Kürze über eine spezielle Website der Stadt übersichtlich aufgeführt werden.
Wer Geflüchtete bei der Ankunft in Taunusstein unterstützt, kann auf der Website der Stadt über www.taunusstein.de/ukraine einen Termin im Ukraine Helpdesk für die Anmeldung vereinbaren. Das ist der erste Schritt, damit die Geflüchteten vom Kreis Leistungen wie Krankenversicherung oder Wohngeld erhalten.

