Glasscherben auf Spazierwegen – Historischer Wegeunterbau ist Ursache
21. Oktober 2026
Königstein (ut). Auf den Wegen im Woogtal und unterhalb der Königsteiner Burg sind Glas- und Porzellanscherben sichtbar, die bei Spaziergängen auffallen. Immer wieder weisen Bürger:innen die Stadt auf den Zustand der Wege hin und fragen, ob die Splitter bewusst als Obermaterial verwendet wurden und ob die Wege umweltgerecht angelegt sind.
Die Stadt Königstein im Taunus kennt die Problematik. Die Splitter stammen überwiegend aus dem Wegeunterbau, der in den 1950er- bis 1970er-Jahren angelegt wurde. Damals wurde unter anderem unvollständig aufgeschmolzene Hochofenschlacke als Unterbaumaterial verwendet. Eine solche Bauweise wäre nach heutigen Maßstäben nicht mehr üblich.
Durch die natürliche Beanspruchung und Abnutzung der Wege arbeiten sich die leichteren Glasscherben im Laufe der Jahrzehnte nach und nach durch das darüberliegende Wegebaumaterial an die Oberfläche. Sie wurden somit nicht gezielt als heutiges Obermaterial aufgebracht.
Im Bereich des Burgaufgangs können zusätzlich Glasscherben vorkommen, die im Zusammenhang mit früheren Festveranstaltungen zurückgeblieben sind und sich nicht immer vollständig entfernen lassen.
Maßnahmen: Wege werden regelmäßig überarbeitet
Ein vollständiger Austausch des historischen Wegeunterbaus ist aufgrund der damit verbundenen sehr hohen Kosten derzeit nicht finanzierbar. Die Stadt lässt die Wege deshalb in regelmäßigen Abständen mit neuem Deckmaterial versehen, um die Oberfläche zu verbessern. Eine erneute Überarbeitung ist demnächst bereits vorgesehen.

