10. Bad Homburg Conference
Die Zukunft Europas in einer Welt im Umbruch
11. September 2026
Frankfurt/Bad Homburg (ut). Die seit dem Zweiten Weltkrieg etablierte globale Ordnung befindet sich im tiefgreifenden Wandel, der das Selbstverständnis Europas ins Wanken bringt. Europa muss sich aus der Abhängigkeit von seinen bisherigen Partnern in der Welt lösen und sich künftig aus eigener Kraft behaupten. Welche Rolle wird Europa künftig in der Welt einnehmen? Welche politischen Weichenstellungen sind notwendig und wie kann eine solche Politik gelingen?
Bei der Bad Homburg Conference 2026 am Donnerstag und Freitag, 17./18. September, im Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg v. d. Höhe diskutieren Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis diese Fragen mit dem Publikum. Der Titel der Konferenz, zu der das Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität und die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe wieder gemeinsam einladen, lautet diesmal: „Der europäische Staat. Die Zukunft Europas in einer Welt im Umbruch“.
Die Konferenz behandelt diese komplexe Thematik in zwei Teilen. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Frage nach Normativität und Identität „des europäischen Staats“: Welches Staats- und Rechtsverständnis prägt Europa und wie unterscheiden sich die europäischen Staaten und auch die Europäische Union von den USA und anderen Staaten in der Welt? Was folgt daraus und warum lohnt es sich, dieses Staatsverständnis gegen Angriffe von innen und außen zu verteidigen? Kurze Impulse zur Diskussion dieser Fragen geben aus politikwissenschaftlicher Perspektive Dr. Daniel Hamilton (Washington D.C.) und Prof. Sandra Eckert (Erlangen) sowie aus rechtswissenschaftlicher Perspektive Prof. Pedro Cruz Villalón (Madrid) und Prof. Irena Lipowicz (Warschau).
Der zweite Teil der Konferenz nimmt die Außenbeziehungen Europas in den Blick. Welche neuen Allianzen kann und muss Europa eingehen, um seine wirtschaftliche Stabilität zu erhalten? Wie muss Europa strategisch aufgestellt sein, um die eigene Verteidigungsfähigkeit zu erreichen? Welche politischen und rechtlichen Voraussetzungen sind hierfür notwendig? Zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik diskutieren die Rechtswissenschaftlerin Dr. Carolyn Moser (Heidelberg) und Generalleutnant a. D. der Bundeswehr Jürgen-Joachim von Sandrart. Über die Europäische Handelspolitik tauschen sich der Europaabgeordnete und Politikwissenschaftler Dr. Udo Bullmann (Straßburg/Frankfurt) und der Direktor der Rechtsabteilung des Europäischen Auswärtigen Dienstes Prof. Frank Hoffmeister (Brüssel) aus. Die Keynote zum Abschluss der Konferenz hält Luxemburgs ehemaliger Vizepräsident und Außenminister Jean Asselborn.
Die Bad Homburg Conferences
Die „Bad Homburg Conferences“ werden seit 2017 vom Forschungskolleg Humanwissenschaften in Kooperation mit Professor:innen der Goethe-Universität sowie der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe veranstaltet. „Alljährlich im Herbst bieten diese Konferenzen immer wieder ein öffentliches Forum der Wissenschaften. Hier reflektieren Vertreter der Wissenschaft über wichtige gesellschaftliche Fragen der Gegenwart zusammen mit Vertretern aus der Praxis sowie mit Bürger:innen aus dem gesamten Gebiet Frankfurt/Rhein-Main“, sagt Matthias Lutz-Bachmann, Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften.
„Seit zehn Jahren schaffen die Bad Homburg Conferences Raum für die Auseinandersetzung mit den großen Fragen unserer Zeit. In dieser Zeit ist eine kontinuierliche Veranstaltungsreihe entstanden, die unterschiedliche Disziplinen, Sichtweisen und Erfahrungen zusammenführt. Dass dieses Format über zehn Jahre hinweg Bestand hat und dabei immer wieder neue Themen aufgreift, spricht für seine Relevanz. Gerade in einer Zeit, in der vieles komplexer und unübersichtlicher wird, brauchen wir Orte, an denen wir uns die Zeit nehmen, genau hinzuschauen, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, erklärt Alexander W. Hetjes, Oberbürgermeister von Bad Homburg.
Der Veranstaltungsflyer mit weiteren Informationen über die Referenten zum Download ist zu finden unter https://www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de/downloads/Flyer-BHC-2026.pdf
Anmeldung
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bis 14. September möglich per E-Mail an: anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de. Es wird eine Anmeldebestätigung versandt.


