Osterspaziergang „Das fürstliche Schloss ist ein wüstes Loch“ (Ausgebucht)

Auf Burg Eppstein zieht der Wind durch die Wohnräume. Die Heizkosten steigen immens. Das einst fürstliche Schloss in der Westhälfte der Burg ähnele eher einem wüsten Loch, schimpft der hessische Beamte. Ihn treffen am Ostermontag die Teilnehmer:innen des Osterspaziergangs, zu dem das Eppsteiner Burgmuseum alljährlich einlädt. Unter dem Titel „Von den Hessen verlassen“ geht die Zeitreise bis in das Jahr 1776. Vor 250 Jahren wurde Eppstein für die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt bedeutungslos. Sie zog den Beamten von Burg Eppstein ab. Längst war die zum fürstlichen Schloss ausgebaute Westhälfte in einem baulich schlechten Zustand. Die Spaziergänger erleben eine Zeit, die geprägt ist von Streitereien der Stadt- und Burgherren Kurmainz und Hessen-Darmstadt. Teilnehmer:innen treffen, dank Unterstützung der Eppsteiner Burgschauspieler, auch auf die Bewohner des kleinen Städtchens, die zwei Herren dienen müssen.
Eine Anmeldung unter monika.rohde-reith@eppstein.de oder 06198 305 131 möglich. Erwachsenen zahlen neun Euro, Kinder vier Euro.
Bild: Die Westhälfte der Burg wurde 1776 von den Hessen verlassen und verfiel. Kolorierte Umrissradierung, 1817. Stadt- und Burgmuseum Eppstein.

