Ein Naturerlebnis für Jung und Alt
Ziegen und Schafe in Wehen
13. August 2024
Taunusstein (ut). Rund 30 Ziegen und drei Schafe weiden seit kurzem im Schmidtseital in Wehen. Die Tiere stammen vom Hobbyschäfer Christoph Albus aus Hennethal und werden für etwa vier Wochen in der Umgebung bleiben. Ihre Aufgabe: Sie sollen als natürliche Rasenmäher fungieren. Die Ziegen und Schafe helfen, die Grünflächen umweltschonend zu pflegen und bieten gleichzeitig ein spannendes Naturerlebnis für Anwohner:innen und Besucher:innen.
Wissenswertes und Tipps zum Umgang mit den Tieren
Die Anwesenheit der Ziegen und Schafe hat bei vielen Anwohnern Interesse geweckt und einige Fragen aufgeworfen. Viele möchten wissen, warum sie hier sind, welche Aufgaben sie erfüllen und wie man sich am besten verhält. Im Folgenden werden die wichtigsten Fragen der Bürger:innen beantwortet, damit alle die Gelegenheit haben, die Zeit mit den neuen tierischen Nachbarn optimal zu genießen.
Warum sind die Ziegen und Schafe in Wehen?
- Natürliche Rasenpflege: Ziegen und Schafe sind natürliche Rasenmäher, die das Gras effizient und umweltfreundlich kurz halten.
- Förderung der Biodiversität: Durch ihr selektives Fressverhalten fördern die Tiere bestimmte Pflanzenarten und erhöhen so die Pflanzenvielfalt.
- Verhinderung von Verbuschung: Vor allem Schlehen neigen dazu, das Tal der Schmidtsei zu überwuchern. Ziegen sind als einzige Weidetiere in der Lage, auch dornige Sträucher abzubeißen und tragen so zur Offenhaltung der Landschaft bei.
- Bodenschonung: Im Gegensatz zu schweren Maschinen wie Traktoren, die zum Mähen eingesetzt werden, verdichten Ziegen und Schafe den Boden nicht. Dadurch bleibt der Boden locker und bietet verschiedenen Pflanzenarten ideale Wachstumsbedingungen.
- Ressourcenschonung: Die Tiere verbrauchen keine fossilen Brennstoffe, wie es beim Einsatz von Maschinen der Fall wäre, und ihr Kot dient als natürlicher Dünger, der den Boden zusätzlich anreichert.
Warum tragen die Ziegen Glocken?
Die Glocken, die einige der Ziegen tragen, haben eine wichtige Funktion. Sie helfen dem Schäfer, die Tiere im Gelände wiederzufinden, wenn sie sich von der Herde entfernen. Außerdem schrecken sie Raubtiere wie Wölfe ab.
Wie sollen Anwohner mit Ziegen und Schafen umgehen?
Anwohner können die Ziegen und Schafe gerne beobachten und die Natur genießen. Es gibt jedoch einige wichtige Verhaltensregeln:
- Hundekot entfernen: Es ist wichtig, Hundekot in der Nähe von Weidetieren zu entfernen. Hundekot kann Parasiten enthalten, die für Hunde harmlos sind, aber bei Weidetieren zu Fehlgeburten führen können. Außerdem können Bakterien und andere Krankheitserreger über das Gras aufgenommen werden und Ziegen und Schafe krank machen. Es ist also nicht nur eine Frage der Sauberkeit, sondern auch des Tierschutzes, den Hundekot ordnungsgemäß zu entsorgen.
- Nicht füttern: Auch wenn es gut gemeint ist, sollten die Tiere nicht gefüttert werden. Bestimmte Nahrungsmittel können für Ziegen und Schafe giftig sein, auch solche, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen – wie Rasenschnitt oder Schokolade.
In der vergangenen Woche nutzten die Kinder der Kita Mainzer Allee die Gelegenheit, die neuen tierischen Nachbarn in Wehen zu besuchen. Begeistert beobachteten sie die Ziegen und Schafe und zählten neugierig die Tiere. Besonders das Glockenläuten einiger Ziegen sorgte für große Freude. Dieser Besuch war für die Kinder nicht nur lehrreich, sondern auch ein großes Vergnügen. Sie hatten viel Spaß daran, die Ziegen und Schafe zu beobachten, und konnten dabei die Natur hautnah erleben. Ein Erlebnis, das sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird und zeigt, wie bereichernd die Anwesenheit der Tiere für die ganze Gemeinde ist.

