Stadt gibt Hinweise zum Umgang mit dem Staudenknöterich

Invasive Pflanze breitet sich aus

Der Staudenknöterich. - Foto: HOerwin56 auf Pixabay

1. Juli 2026

Oberursel (ut). Der Staudenknöterich breitet sich zunehmend in der Brunnenstadt aus. Die ursprünglich aus Asien stammende Pflanze gilt als sogenannter invasiver Neophyt und kann heimische Arten verdrängen. Die Stadt Oberursel informiert daher über die Auswirkungen der Pflanze und gibt Hinweise zur Bekämpfung auf privaten Grundstücken.

Der Staudenknöterich wächst sehr schnell, bildet dichte Bestände und breitet sich vor allem über unterirdische Sprosse aus. Bereits kleine Pflanzenteile können ausreichen, um neue Bestände entstehen zu lassen. Die Ausbreitung erfolgt häufig über verschlepptes Erdreich, Gewässer oder unsachgemäß entsorgte Gartenabfälle.

Gefahr für Artenvielfalt und Lebensräume

Besonders an feuchten und sonnigen Standorten kann der Staudenknöterich andere Pflanzenarten verdrängen. Dadurch gehen wichtige Nahrungsquellen für Insekten verloren und die Lebensraumqualität für zahlreiche Tierarten wird beeinträchtigt.

Die Grün- und Forstabteilung des Bau & Service Oberursel (BSO) beobachtet die bekannten Vorkommen im Stadtgebiet und bekämpft die Bestände auf städtischen Flächen im Rahmen der personellen und technischen Möglichkeiten, insbesondere durch regelmäßiges Mähen.

Was Grundstückseigentümer tun können

Auf privaten Grundstücken liegt die Bekämpfung in der Verantwortung der Eigentümer:innen. Eine gesetzliche Verpflichtung besteht jedoch nicht.

Zur Eindämmung der Pflanze empfiehlt die Stadt insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Bestände möglichst vollständig ausgraben und die Flächen regelmäßig auf Nachtriebe kontrollieren.
  • Befallene Bereiche zwischen Mai und September mehrfach im Abstand von etwa drei Wochen mähen.
  • Schnitt- und Pflanzenreste fachgerecht entsorgen und nicht unkontrolliert in der Natur oder auf Komposthaufen ablagern.

Die Bekämpfung erfordert Geduld und muss häufig über mehrere Jahre hinweg konsequent durchgeführt werden.

Pflanzenteile sollten möglichst über die Biotonne beziehungsweise eine gewerbliche Kompostierungsanlage entsorgt werden. Eine Kompostierung im eigenen Garten ist nicht zu empfehlen.

Keine chemische Bekämpfung

Eine chemische Bekämpfung des Staudenknöterichs kommt nicht in Betracht. Die Zulassungen für entsprechende systemisch wirkende Pflanzenschutzmittel sind ausgelaufen, sodass diese Mittel nicht mehr eingesetzt werden dürfen.