Ferienzeit bringt Schulbauten weiter voran

Über den Dächern von Hofheim informiert sich Landrat Michael Cyriax über die aktuellen Instandhaltungsmaßnahmen an der Brühlwiesenschule. Der Sachgebietsleiter Ralf Müller vom Hochbau- und Liegenschaftsamt erläutert, dass die bisherigen Sheddächer (eine bestimmte Dachform) gegen eine Lichtband-Konstruktion ausgetauscht werden. V. l. n. r.: Landrat Michael Cyriax, die Gruppenleiterin Bettina Tschesch, der Amtsleiter Peter Wesp, Jürgen Becht (Bauunterhalter), Ralf Müller (Sachgebietsleiter), Wolfgang Schmidt (Gruppenleiter). - Foto: MTK-Pressestelle

4. August 2026

Main-Taunus-Kreis (ut). Der Kreis treibt an mehreren Schulen Bau- und Sanierungsprojekte voran und nutzt dafür auch die unterrichtsfreie Ferienzeit. Wie Landrat Michael Cyriax nach Baustellenbesuchen mitteilt, reichen die Maßnahmen von neuen Rettungswegen und Unterrichtsräumen bis zu Dachsanierungen und einer sichereren Bushaltestelle. Sie sollen sowohl Lern- und Arbeitsbedingungen als auch die Sicherheit weiter verbessern: „Manche Schülerinnen und Schüler werden ihre Räume nach den Ferien nicht wiedererkennen.“

„Wir investieren kontinuierlich in moderne und sichere Schulen. Die Ferien helfen dabei, Arbeiten mit möglichst geringen Auswirkungen auf den Unterricht voranzubringen“, sagt Cyriax. Der Kreis investiere dabei nicht nur in Neubauten; auch im Rahmen der Bauunterhaltung seien an bestehenden Gebäuden ständig Erneuerungen notwendig: „Es gibt immer etwas zu tun.“

An der Cretzschmarschule in Sulzbach entsteht ein äußerer Rettungsweg, der zugleich als Sonnenschutz dient und damit den Schüler:innen das Lernen an heißen Tagen erleichtert. Außerdem werden 18 Klassenräume renoviert, Außenanlagen erneuert und eine Containeranlage erweitert. Die Arbeiten sollen im Herbst 2026 abgeschlossen sein.

Die Lorsbacher Grundschule in Hofheim erhält zusätzliche Unterrichts- und Betreuungsräume. Der Innenausbau läuft, die Fertigstellung ist für Juni 2027 geplant.

An der Brühlwiesenschule in Hofheim werden undichte Lichtdächer über den Werkstätten ersetzt. Hinzu kommen Arbeiten an Außenflächen und Wärmeversorgung. Die Maßnahmen laufen bis Herbst 2027.

Im Altbau der Lindenschule in Kriftel modernisiert der Kreis Brandschutz, Technik, Innenräume und Sanitäranlagen. Die Sanierung soll im Dezember 2028 abgeschlossen sein.

An der Freiherr-vom-Stein-Schule in Eppstein wird die Bushaltestelle verbreitert und mit einem Wartehäuschen ergänzt. Die Arbeiten sollen innerhalb der Sommerferien beendet sein.

Die Projekte im Einzelnen:

Auf Besichtigungstour in der Cretzschmarschule (v. l. n. r.): Ralf Müller (Sachgebietsleiter Bauunterhaltung im Hochbau- und Liegenschaftsamt des Kreises), Wolfgang Schmidt (Gruppenleiter Bauunterhaltung), Landrat Michael Cyriax, Joachim Neugebauer (Bauunterhalter), der Schulhausmeister Norbert Dittrich und Peter Wesp (Leiter des Hochbau- und Liegenschaftsamts), vor einem Containergebäude, wo gleich mehrere Instandhaltungsmaßnahmen parallel laufen. – Foto: MTK-Pressestelle

Cretzschmarschule Sulzbach

An der Cretzschmarschule Sulzbach geht es vor allem um die Sicherheit und die Lernbedingungen im Klassentrakt. Bisher führt der zweite Rettungsweg teilweise durch benachbarte Räume zu einem anderen Treppenhaus. Deshalb dürfen die Flure kaum für Garderoben oder andere Dinge genutzt werden. Künftig entsteht außen am Gebäude ein durchgehender Balkon mit Treppe, über den die Klassen im Notfall direkt ins Freie gelangen können. Zugleich soll die neue Konstruktion mit einer Bepflanzung Schatten spenden und verhindern, dass sich die Räume im Sommer zu stark aufheizen.

Ähnliches wird nach Angaben von Cyriax auch bei geeigneten Neubauvorhaben auch an anderen Schulen umgesetzt. Gerade angesichts der aktuellen Hitzeperiode sei das ein wichtiges Signal: Der Kreis wolle an seinen Schulen auch für den Sommer bestmögliche Lernbedingungen schaffen; als Beispiel von Bauvorhaben nennt Cyriax etwa Sonnensegel oder spezielle schattige „grüne Klassenzimmer“ im Hof.

An der Cretzschmarschule werden zudem alle 18 Klassenräume gründlich renoviert: Sie erhalten neue Böden, frische Wände, bessere Akustikdecken und energiesparende LED-Leuchten. Auch die Außenanlagen werden erneuert. Für den zusätzlichen Raumbedarf wurde außerdem eine Containeranlage erweitert und mit neuer Fassade und Dach versehen.

Der neue Rettungsweg, die Beschattung und die Außenanlagen sollen im Herbst 2026 fertig sein. Insgesamt sind für die Maßnahmen rund 3,1 Millionen Euro vorgesehen.

Wo jetzt noch ein Loch in der Decke ist, wird bald ein Oberlicht eingesetzt, das den Eingangsbereich des Erweiterungsbaus der Lorsbacher Grundschule erhellt. V. l. n. r.: Landrat Michael Cyriax, der Leiter des Hochbau- und Liegenschaftsamtes Peter Wesp und die Gruppenleiterin Bettina Tschesch. – Foto: MTK-Pressestelle

Lorsbacher Grundschule

Mehr Platz für Unterricht und Betreuung entsteht an der Lorsbacher Grundschule in Hofheim. Die Erweiterung ist notwendig, weil die Schule dauerhaft mehr Kinder aufnehmen muss, als das heutige Gebäude gut verkraftet. Inzwischen wurden die beiden Obergeschosse in Holztafelbauweise errichtet und die Fenster eingebaut. Das Dach ist dicht geschlossen, und der neue Eingangsbereich der Schule mit der Verbindung zwischen Alt- und Neubau wurde errichtet. Aktuell läuft der Innenausbau. Künftig verfügt die Schule über sieben Klassenräume und drei zusätzliche Gruppenräume. Zugleich entstehen passende Räume für die Betreuung „im Pakt für den Ganztag“ für den Nachmittag.

Die Fertigstellung ist für Juni 2027 vorgesehen. Der Kreis investiert insgesamt rund 13,7 Millionen Euro.

Brühlwiesenschule Hofheim

Auch an der Brühlwiesenschule Hofheim werden mehrere Bereiche erneuert, damit Unterricht und Werkstattbetrieb dauerhaft sicher und zuverlässig funktionieren. Über den Werkstätten sind die alten Lichtdächer stark undicht. Sie werden deshalb vollständig entfernt und durch neue, gebogene Lichtbänder ersetzt. Diese bringen weiterhin Tageslicht in die Räume, sind dauerhaft dicht und sparen Energie. Zugleich werden Öffnungen für Lüftung, sommerliche Abkühlung und Rauchabzug eingebaut.

Die Dacharbeiten sollen Ende 2026 abgeschlossen sein. Zusätzlich gestaltet der Kreis bis Herbst 2026 die Außenflächen rund um die Container neu. Bis Herbst 2027 sollen die Container außerdem an das Nahwärmenetz angeschlossen und dadurch zentral mit Wärme versorgt werden. Für die drei Vorhaben sind insgesamt rund zwei Millionen Euro vorgesehen.

Der Leiter des Hochbau- und Liegenschaftsamtes Peter Wesp erläutert Landrat Michael Cyriax und Gruppenleiterin Bettina Tschesch, wie an der Lindenschule die Containeranlage später auf den Betonfundamenten platziert wird. – Foto: MTK-Pressestelle

Lindenschule Kriftel

Ein langfristiges Sanierungsprojekt läuft im Altbau der Lindenschule Kriftel. Dort entsprechen wichtige Bereiche des Gebäudes nicht mehr den heutigen Anforderungen. Im Mittelpunkt stehen der Brandschutz, die Qualität des Trinkwassers und der technische Zustand der Innenräume sowie der sanitären Anlagen. Der Main-Taunus-Kreis modernisiert deshalb die Innenbereiche und die Gebäudetechnik und verbessert die Sicherheit. Gleichzeitig wird das Raumkonzept der Schule vollendet, das mit dem bereits entstandenen Erweiterungsbau begonnen hat. Unterricht, Verwaltung und weitere schulische Angebote sollen künftig sinnvoller angeordnet sein, damit Wege kürzer werden und der Schulalltag besser funktioniert.

Wegen des Umfangs der Arbeiten ist die Fertigstellung für Dezember 2028 vorgesehen. Im Laufe des Jahres wird dazu auch noch eine Containeranlage aufgestellt, um Ausweichräume während der Sanierung im Bestand zu schaffen.  Insgesamt investiert der Kreis rund zehn Millionen Euro. Die Sanierung verbindet damit notwendige technische Erneuerungen mit einer dauerhaften Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen.

Freiherr-vom-Stein-Schule Eppstein

An der Freiherr-vom-Stein-Schule in Eppstein wird die Bushaltestelle umgebaut. Sie liegt auf dem Gelände des Kreises und wird fast ausschließlich von den Schülern und Schulpersonal genutzt. Unter anderem wird die Wartefläche verbreitert, weil es dort zu Stoßzeiten zu Gedränge kommt. Zudem wird ein Wartehäuschen aufgestellt. Der Umbau läuft in Absprache mit der Stadt Eppstein. Die Kosten werden auf knapp unter 40.000 Euro beziffert. Innerhalb der Sommerferien sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.