Weiterer Nachwuchs im Opel-Zoo bei Bucharahirsch, Streifengnu und Zwergmangusten
8. Juli 2026
Kronberg (ut). Über Nachwuchs im Opel-Zoo bei den Afrikanischen Elefanten, den Netzgiraffen, den Trampeltieren, den Roten Varis und vielen mehr wurde bereits hinreichend berichtet. In den Reigen der Jungtiere reihen sich nun auch zwei Bucharahirsche, geboren am 18. Juni und am 7. Juli 2026, sowie ein Streifengnu und drei Zwergmangusten, die im Juni zur Welt gekommen sind.
Der Bucharahirsch ist eine Unterart des Rothirschs, der etwas kleiner und leichter als der Europäische Rothirsch, aber mit bis zu 190 Kilogramm und seinem großen Geweih durchaus eine imposante Erscheinung ist. Während der Rothirsch als Art nicht gefährdet ist, gilt der Bucharahirsch nach der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als stark gefährdet. Seine Bestände im westlichen Zentralasien sind in der Vergangenheit durch Lebensraumverlust, die Zerstörung von Auenwäldern und auch Wilderei stark zurückgegangen. Dank gezielter Schutzmaßnahmen, Wiederansiedelungsprogrammen und dem Schutz geeigneter Lebensräume konnten sich einige lokale Populationen inzwischen erholen und man schätzt den Bestand in den Herkunftsgebieten Afghanistan, Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan auf 2.000 bis 2.500 Tiere.

Beeindruckend in den Savannen des südlichen Afrikas hingegen sind die Wanderungen zehntausender Streifengnus gemeinsam in einer gewaltigen Herde. Auslöser dieser Wanderungen sind Nahrungs- und Mineralienmangel. Dabei werden alle Jungtiere einer solchen Herde innerhalb von drei Wochen, kurz vor oder am Beginn der Regenzeit geboren, wenn das Futterangebot gut ist. Wegen der vielen Feinde wie Löwen, Leoparden, Hyänen etc. gibt das den einzelnen Jungtieren zusätzlich eine höhere Überlebenschance. Eine weitere Anpassung an das Leben in der freien Savanne und die vielen Fressfeinde ist das schnelle Aufstehen der frisch geborenen Gnus: Sie müssen bereits innerhalb der ersten zehn Lebensminuten zum Stehen kommen. In den ersten Tagen bleiben sie zudem dicht bei ihrer Mutter, da sie es in dieser Zeit nur am Geruch erkennt.

Nachwuchs im Opel-Zoo gab es auch bei den Zwergmangusten, die die kleinsten Vertreter der 30 Mangustenarten sind, zu denen auch die ebenfalls im Opel-Zoo gepflegten Erdmännchen gehören. Sie bewohnen die Wälder und Savannen Afrikas, wo sie sich von Wirbellosen, vor allem Larven und Termiten ernähren. Häufig kann man sie beim Graben oder beim Ruhen auf Termitenhügeln beobachten. Und so kennt man es auch aus der Haltung im Opel-Zoo: Gleich zu Beginn des Rundweges sind sie gut zu beobachten. Über ihr gut einsehbares Gehege wurde nun ein großes Netz gespannt, um die räuberischen Elstern und Rabenkrähen davon abzuhalten, die Jungtiere zu greifen.
Sommerferienprogramm
Neben den Jungtieren lockt auch das umfangreiche Programm in den hessischen Sommerferien, an dem die Zoobesucher kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und ohne Voranmeldung teilnehmen können:
Jeden Dienstag finden um 11 Uhr Ferienführungen zu verschiedenen Themen statt, die an der Bronzestatue des Zoogründers mit dem kleinen Elefanten hinter dem Haupteingang starten. Mittwochs und Donnerstags von 10 bis 13 Uhr bieten die Zoopädagogen dann in der Zooschule verschiedene Aktionen unter dem Motto „Mitmachen, erforschen, erleben“ an.
Besonders beliebt sind die Tierpfleger-Gespräche, bei denen die Tierpfleger jeden Tag eine andere Tierart vorstellen, Anekdoten über ihre Schützlinge erzählen und dabei gerne Besucherfragen beantworten: Montags startet jeweils um 14 Uhr das kommentierte Elefantentraining, das die Besucher von Holzsteg am Bullengehege aus mitverfolgen können. Dienstags, 14 Uhr gibt es – ausgehend vom Treffpunkt bei den Berberaffen – Interessantes über Erdmännchen, Hyänen oder Gibbons zu erfahren. Am Mittwoch um 14 Uhr werden dann Gepard, Nasenbär oder Roter Panda vorgestellt. Treffpunkt ist dabei der Unterstand der Geparde. Am Donnerstag startet das Tierpfleger-Gespräch um 14 Uhr vom Waldkiosk aus und Luchs, Nandu oder Schnee-Eule stehen im Blickpunkt. Die Dromedare sind am Freitag dran: Auch hier ist um 14 Uhr Beginn und zwar an der Kamelwiese. Und wer etwas über die Brillenpinguine erfahren möchte, kann sich täglich um 16 Uhr an der Brillenpinguin-Anlage einfinden.
Last but not least findet am Samstag, dem 25. Juli 2026 um 15 Uhr noch eine öffentliche Führung mit dem Thema „Tierisch clever – wie lernen Tiere?“ statt.
Last but not least bieten die Zoopädagogen in den Hessischen Sommerferien drei Mal täglich Führungen in die Madagaskar-Voliere zu den Kattas und Roten Varis mit ihren beiden Jungtieren an und zwar um 12, 14 und 16 Uhr. Diese Führungen müssen allerdings zuvor online unter opel-zoo.de für einen Obolus von drei Euro pro Person gebucht werden, der Artenschutzprojekten zugutekommt, die vom Opel-Zoo unterstützt werden.

