Petition der Sonnental-Kinder ist erfolgreich

Bürgermeister Alfred Kündiger hat die Petition erhalten. - Foto: es

21. Januar 2025

Kelkheim (es). Die Kinderstadt Sonnental in Kelkheim ist seit 2006 ein beliebtes Angebot für Kinder in den Sommerferien, die zu deren Beginn noch keine zwölf Jahre alt sind. Sie bietet alle zwei Jahre eine einzigartige Möglichkeit für junge Menschen, spielerisch ihre eigene kleine Stadt zu gestalten und zu erleben. Geübt werden Selbständigkeit, Kreativität und Sozialkompetenz. Dabei übernehmen Kinder die Verantwortung und treffen wichtige Entscheidungen.

Doch alle zwei Jahre ist den Kindern nicht genug, daher wurde im Jahr 2024 erstmals eine Bürgermeisterwahl durchgeführt. Gewählt wurde die 12jährige Frieda, die nun im Auftrag der Delegation die Petition an Bürgermeister Alfred Kündiger übergab, Sonnental künftig jährlich, somit auch im Jahr 2025 stattfinden zu lassen.

251 Kinder hatten dieses Begehren unterschrieben, das nun an Alfred Kündiger übergeben wurde. Der Rathauschef: „Es gibt viele Kinder, die seit 2006 in Sonnental waren und von ihnen sind später viele Betreuer geworden. Daher kann man von einem Erfolg sprechen.“ Weiter führte er aus, dass das Konzept oft kopiert worden sei, aber niemals diesen Erfolg erzielte.

Was macht die Kinderstadt Sonnental so besonders?

Es gibt vielfältige Angebote: Von der Feuerwehr über das Rathaus bis zum eigenen Café – die Kinderstadt bietet eine große Auswahl an Aktivitäten. Zu Beginn erhält jedes Kind ein wenig Geld in Form eine Blume. Das kann man ausgeben oder zur Bank tragen und wie im richtigen Leben vermehren, beispielsweise durch Investition, Gründung einer eigenen Firma oder manches mehr. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wahl- und Fahndungsplakate aus dem Sonnental. – Foto: es

So wurde also im Jahr 2024 auch ein Wahlkampf um die die Position des Bürgermeisters geführt, den Frieda mit so manchen Versprechen gewann, die nicht gehalten werden konnten – wie bei so vielen anderen Wahlen auch. Es gab ein Rathaus, Eigenbetriebe, mit denen einige Kinder Geld hinzuverdienten und beispielsweise auch ein Casino. Selbst eine eigene Zeitung, das „Sonnentaler Wochenblatt“ wurde herausgegeben. Ein „Joker“, dessen Name unbekannt blieb, trieb allerlei Unsinn und wurde in dem Wochenblatt erwähnt. Die Sonnentaler Polizei untersuchte einige Diebstähle und es gab sogar einen Kaufhausdetektiv. Berichtet wurde zudem, dass viele Traumhochzeiten stattgefunden hatten. Leider konnte Joker nicht gefasst werden und entging dem Gefängnis. Wer die Rolle übernommen hatte, ist den Kindern bis zur Petitionsübergabe nicht bekannt gewesen.

Was wird nun aus der Petition?

Bürgermeister Kündiger und der erste Stadtverordnete Dirk Hofmann versprachen, die Petition umzusetzen. Sie bedankten sich bei den Kindern und versprachen für 2025 Sonnental wieder aufleben zu lassen und nicht erst 2026. Damit hatte die Aktion der Kinder zu dem gewünschten Erfolg geführt. Die Ausschreibung soll vom 8. bis 20. Februar laufen, kündigt Ferienspiel-Organisatorin Sybille Schmitt an. Ein Team von fast 70 Betreuern mit vielen ehemaligen Ferienspielkinder ist dabei. Schmitt: „Personalprobleme haben wir nicht. Es gibt schon viele Bewerbungen für das Jahr 2025.“ Amtsleiterin Petra Bliedtner ergänzt: „Vielleicht haben die aktuellen Sonnental-Kinder Interesse, später als Helfer im Team einzusteigen.“