„Auf der Suche nach Frieden“ - Friedenslicht zieht in den Kreistag ein

20. Dezember 2023

Hochtaunuskreis/Bad Homburg (ut/pit). Dass das Friedenslicht von Bethlehem anlässlich der letzten Kreistagssitzung eines jeden Kalenderjahrs dorthin überbracht wird, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer liebgewonnenen Tradition entwickelt. Diese Aufgabe versahen am vergangenen Montag Pfarrer Werner Meuer von der katholischen Pfarrei St. Marien Bad Homburg-Friedrichsdorf und Pfarrer Jörg Marwitz von der evangelischen Gedächtniskirche Bad Homburg-Kirdorf.

Friedenslicht im Kreistag. – Foto: HTK-Pressestelle

„Auf der Suche nach Frieden“ lautet das diesjährige Motto des Friedenslichtes und es könnte in diesen Zeiten treffender nicht sein, sagte Kreistagsvorsitzender Renzo Sechi, der gemeinsam mit den Mitgliedern des Kreistags und des Kreisausschusses das Friedenslicht entgegennahm.

„Es ist für uns eine liebgewonnene Tradition, das Licht von Bethlehem in den Kreistag bringen zu dürfen – zu den Menschen, die für unseren Kreis arbeiten. Wir verbinden damit den Dank für alle guten Entscheidungen, die Sie getroffen haben“, sagten Pfarrer Meuer und Pfarrer Marwitz bei ihrer Ansprache.

Gerade in diesem Jahr sei auch der Herkunftsort des Lichtes von Krieg betroffen, so Pfarrer Meuer und erklärte den Weg des Lichtes, welches am ersten Adventssonntag von einem Kind an der Flamme der Geburtsgrotte Jesu Christi entzündet wurde. Am 9. Dezember wiederum wurde es bei der internationalen Aussendungsfeier von deutschen Pfadfinder:innen, die es anschließend auch weiter verteilen, in Linz abgeholt und nach Deutschland gebracht.

Das Licht stehe nicht allein für jeden ganz persönlich. „Wir stehen vor großen Herausforderungen, es müssen Entscheidungen für das Wohl der Zukunft getroffen werden. Das Licht steht auch als Zeichen gegen Hass und Gewalt, für Fairness, Solidarität und Achtung der Menschenwürde“, so die Pfarrer.

Landrat Ulrich Krebs und Kreistagsvorsitzender Renzo Sechi nehmen das Friedenslicht von Pfarrer Werner Meuer entgegen. – Foto: HTK-Pressestelle

„Wir wollen unser Beisammensein nutzen, um Innezuhalten und zu zeigen, dass das Friedenslicht selbst in den aussichtslosesten und bedrückendsten Momenten Hoffnung geben und diese Hoffnung uns wie ein Licht auf der Suche nach Frieden helfen kann“, sagte Landrat Ulrich Krebs. Sich gemeinsam für den Frieden einzusetzen sei gerade in diesen Zeiten ein wichtiges Zeichen, betonte Krebs weiter.

Musikalisch begleitet wurde die vorweihnachtliche Feierstunde von Thorsten Schorr (Klavier) und Wolfgang von Gehlen (Posaune) begleitet, wobei alle Versammelten gern bei den Lieder „Macht hoch die Tür“, „Tochter Zion“ sowie „Herbei, o ihr Gläub’gen“ mitsangen.

Friedenslicht

Das Friedenslicht aus Bethlehem wird in den Wochen vor Weihnachten von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu entzündet und überwindet auf seinem über 3000 Kilometer langen Weg nach Deutschland viele Mauern und Grenzen. Dort verteilen Pfadfinder:innen das Licht als Zeichen des Friedens an zahlreichen Orten. Es verbindet Menschen vieler Nationen und Religionen. Die Idee zum Friedenslicht entstand 1986 beim Österreichischen Rundfunk. Jedes Jahr steht die Aktion unter einem besonderen Motto. In diesem Jahr wird die Überbringung des Lichtes mit dem Motto verbunden: „Auf der Suche nach Frieden“.

Weitere Informationen zum Friedenslicht unter: https://www.friedenslicht.de/