Neue Hinweistafeln zum Monitoring von zwölf Fledermausarten am Kapellenberg

Sie freuen sich gemeinsam über die Installation der neuen Tafeln (v.l.): Förster Leif Leonhardt, Tanja Lindenthal und Jasmin Neelmeier-Sangnier vom BUND Hofheim, Michael Klink von der Forstverwaltung und die Grafikerin Patricia Joyner, die die Schilder zusammen mit dem BUND gestaltet hat. - Foto: Stadt Hofheim

8. Juli 2026

Hofheim (ut). Seit 2013 hängen im Wald am Kapellenberg 300 Fledermauskästen. Die Stadt Hofheim hat diese aufgehängt und präsentiert nun drei neue Hinweistafeln mit Ergebnissen des fortlaufenden Monitorings. „Im Habitat am Wildgehege leben zwölf Fledermausarten – damit ist die Hälfte aller in Deutschland lebenden Arten dort vertreten“, erläutert Michael Klink von der städtischen Forstverwaltung. Besonders die Bechstein-Fledermaus sei sehr selten. Nach Angaben von Tanja Lindenthal vom BUND Hofheim sind die Schilder der Anfangspunkt eines Lehrpfades, der mit einfachen Mitteln und mit ehrenamtlichem Engagement entstehen soll. Gestaltet wurden die Schilder von der Grafikerin Patricia Joyner für den BUND, aufgestellt haben sie die Forstmitarbeiter Marco Stimpert und Lennert Kleiner. Finanziert wurden die Schilder vom Main-Taunus-Kreis.

Das Gebiet am Kapellenberg dient den Fledermäusen vorwiegend von April bis September als Sommerquartier. Dazu gehören unter anderem die Zwergfledermaus, das Große Mausohr und der Kleine Abendsegler. Die Tiere benötigen gesicherte Ruheplätze und Wochenstuben, in denen sie ihre Jungtiere aufziehen können. Sie jagen hauptsächlich im Wald, aber auch in den benachbarten Wiesen der Vorderheide II und den Bauerlöcher Wiesen, wo sie Tausende Insekten pro Nacht fressen. Im Herbst wechseln sie zu ihren Winterquartieren in frostfreie Keller und Stollen oder verschlafen in Baumhöhlen den Winter. „Die Streuobstwiesen der Vorderheide II und der angrenzende Wald am Kapellenberg sind untrennbar miteinander verbunden und bilden ein ökologisches Juwel direkt vor unserer Haustür“, erläuterte Tanja Lindenthal. „Mit den neuen Fledermaustafeln und unseren Fledermausführungen wollen wir diese sensiblen Zusammenhänge für Spaziergänger erlebbar machen. Wir danken Frau Joyner für ihre Bereitschaft uns die Tafeln dazu kostenreduziert zu gestalten.“

Die neuen Hinweistafeln befinden sich an den beiden Wegen oberhalb und unterhalb des Wildgeheges. Die Wege sind gut mit Kindern zu laufen, aber nicht barrierefrei. Außerdem gibt es einen neuen Flyer zu den Fledermäusen im Hofheimer Stadtgebiet. Er wird unter anderem bei den Fledermaus-Führungen ausgeteilt.

Die nächsten Termine:

Am Freitag, 21. August, gibt es um 20 Uhr eine Führung für Kinder; die Führung am Donnerstag, 3. September, um 19.30 Uhr richtet sich hingegen an Erwachsene. Treffpunkt ist der Hundshager Weg an der Ecke zum Mammolshainer Weg. Nähere Informationen zu den Fledermaus-Führungen gibt es unter www.bund-hofheim.de .