Außergewöhnliche Einsatzbelastung für die Feuerwehren der Stadt

Böschungsbrand an der A3 bei Eddersheim. - Foto: Feuerwehren Hattersheim

19. August 2026

Hattersheim am Main (ut). Mehrere langwierige Großeinsätze haben die vornehmlich ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehren der Stadt innerhalb weniger Wochen außergewöhnlich stark gefordert. Hinzu kamen mehr als ein Dutzend weitere Alarmierungen, der reguläre Übungs- und Ausbildungsbetrieb sowie umfangreiche Nacharbeiten.

Mehrere Großeinsätze innerhalb weniger Wochen

Ende Juli unterstützten rund 40 Hattersheimer Feuerwehrangehörige aus allen drei Stadtteilwehren die Feuerwehr Kriftel bei einem Großbrand in einem Gewerbeobjekt. Der erste Einsatz dauerte rund 19 Stunden. Zwei Tage später folgten fast achtstündige Nachlöscharbeiten.

In der Nacht zum 1. August verhinderte die Feuerwehr bei einem brennenden Imbissstand in der Königsberger Straße eine weitere Brandausbreitung. Wenige Tage später waren 15 Hattersheimer Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen fast acht Stunden lang bei einem Waldbrand im Rheingau-Taunus-Kreis im Einsatz.

18-stündiger Vegetationsgroßbrand

Am 12. August folgte ein ausgedehnter Vegetationsbrand zwischen dem Wasserwerk Hattersheim und den Weilbacher Kiesgruben. Rund 15.000 Quadratmeter Wiesen- und Waldfläche waren betroffen. Zeitweise bekämpften mehr als 200 Einsatzkräfte aus dem gesamten Main-Taunus-Kreis das Feuer. Zwei Polizeihubschrauber unterstützten sie mit wiederholten Wasserabwürfen.

Die Hattersheimer Feuerwehren setzten die Nachlöscharbeiten und Kontrollen während der Nacht fort. Erst am folgenden Morgen war der Einsatz nach rund 18 Stunden vorerst beendet. Noch während der anschließenden Reinigungs- und Wartungsarbeiten wurden die Einsatzkräfte zu einem weiteren Vegetationsbrand an der A3 alarmiert.

Ehrenamtlicher Dienst neben Beruf und Familie

Neben den Einsätzen gingen die regelmäßigen Übungs- und Ausbildungsdienste sowie weitere Aufgaben in den drei Stadtteilwehren weiter. Der überwiegende Teil der Einsatzkräfte leistet diesen Dienst ehrenamtlich neben Beruf, Familie und persönlichen Verpflichtungen.

Auch die fünf hauptamtlichen Gerätewarte waren erheblich gefordert. Nach jedem Brandeinsatz mussten Fahrzeuge, Schläuche, Atemschutzgeräte und weitere Ausrüstungsgegenstände gereinigt, geprüft und wieder einsatzbereit gemacht werden. Unterstützt wurden sie dabei durch städtische Mitarbeiter, die zugleich aktive Feuerwehrkräfte sind, sowie einigen ehrenamtlichen Kräften. Gleichzeitig liefen die regulären Aufgaben in Gerätewartung und Verwaltung weiter.

Dank und Anerkennung

„Die vergangenen Wochen haben eindrucksvoll gezeigt, wie verlässlich unsere Feuerwehr auch unter außergewöhnlichen Belastungen arbeitet. Dass sich so viele Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit ehrenamtlich für die Sicherheit anderer einsetzen, ist keineswegs selbstverständlich. Dieses Engagement ist jedoch entscheidend für den Schutz unserer Bevölkerung. Mein besonderer Dank gilt deshalb allen ehrenamtlichen Einsatzkräften, die diesen wichtigen Dienst neben Beruf und Familie leisten. Ebenso danke ich den hauptamtlichen Kräften, den unterstützenden Organisationen sowie den Familien und Arbeitgebern, die dieses Engagement mittragen“, erklärt Bürgermeister Klaus Schindling.

Zeitgemäße Ausstattung bewährt sich

Die gute Ausstattung der Hattersheimer Feuerwehren mit Fahrzeugen und moderner Technik hat sich bei den unterschiedlichen Einsatzlagen bewährt. Sonderfahrzeuge, Drohnentechnik sowie die Strom- und Beleuchtungsausstattung ermöglichten auch bei langwierigen und großflächigen Schadenslagen eine wirkungsvolle Unterstützung.

Die Einsätze zeigen, dass sich die kontinuierlichen Investitionen der Stadt Hattersheim am Main in eine zeitgemäße und leistungsfähige Feuerwehrausstattung auszahlen. Sie schaffen die notwendigen Voraussetzungen dafür, dass die Einsatzkräfte auch bei komplexen Einsatzlagen sicher und verlässlich arbeiten können.

Die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main sorgen für die Sicherheit der rund 30.000 Einwohner:innen. Rund 400 Einsätze bewältigen die 160 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren Hattersheim, Eddersheim und Okriftel jährlich – ehrenamtlich.