Wer hat Erinnerungen zur Mariannenlaube im Schlosspark?

Eine alte Zeichnng der Mariannenlaube. - Foto: Stadtarchiv Bad Homburg

19. März 2025

Bad Homburg (ut). Ein Ort der Ruhe, der Literatur und der stillen Naturerfahrung – das war einst die „Mariannenlaube“ im Schlosspark Bad Homburg. Bis in die 1930er Jahre lag sie am Übergang der Phantasie zum Herrschaftlichen Obstgarten (in der Nähe des Tempels der Pomona). Benannt ist sie nach Marianne von Hessen-Homburg, die später nach Preußen heiratete – der naturverbundenen und literaturbegeisterten Prinzessin war die kleine Parkarchitektur ein persönliches Refugium. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Laube darüber hinaus zu einem Erinnerungsort der Bad Homburger Bevölkerung und zahlreicher Kurgäste.

Derzeit sucht das Fachgebiet Gärten und Gartendenkmalpflege der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (SG) nach näheren Informationen zu diesem Stück Gartengeschichte.

„Wir haben bisher nur wenige Anhaltspunkte, wie die ursprüngliche ‚Mariannenlaube‘ aus dem Jahr 1833 tatsächlich aussah“, erläutert Gartenleiter Peter Vornholt. „Im Stadtarchiv fanden wir nur wenige Skizzen einer Version von etwa 1900, aber das ursprüngliche Erscheinungsbild und die Gestaltung der Umgebung liegen weitgehend im Dunkeln.“

Nun hofft die SG auf die Mithilfe der Bad Homburger Bevölkerung und fragt, ob in Familienalben und Nachlässen alte Fotografien, Zeichnungen oder Postkarten erhalten sind, die Licht ins Dunkel bringen könnten. Auch mündlich überlieferte Erzählungen zu der kleinen Parkarchitektur sind willkommen. Jeder noch so kleine Hinweis kann dazu beitragen, ein möglichst klares Bild der Mariannenlaube zu erhalten.

Wer also Informationen und Erinnerungsstücke beisteuern kann, wird herzlich gebeten, sich bei den Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen unter folgendem Kontakt zu melden: Michael Bouffier, michael.bouffier@schloesser.hessen.de, Telefon: 06172 9262.183.