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Die Bushaltestelle Waldfriedhof wurden zuletzt ausgebaut. - Foto: Stadt Bad Homburg

21. Juli 2026

Bad Homburg (ut). Wer mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen oder schwerem Gepäck unterwegs ist, kennt die Herausforderungen an Bushaltestellen. Mit jedem barrierefreien Umbau wird das Ein- und Aussteigen einfacher, sicherer und komfortabler. Deshalb setzt die Stadt Bad Homburg den barrierefreien Ausbau ihrer Bushaltestellen kontinuierlich fort und entwickelt die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs Schritt für Schritt weiter.

Jährlich werden rund sechs bis acht Bushaltestellen modernisiert und damit für alle Fahrgäste besser zugänglich gemacht. Zuletzt wurde die Haltestelle der Linie 3 am Waldfriedhof barrierefrei umgebaut.

Im Jahr 2026 wurden bereits die Haltestellen Hölderlinweg, Theodor-Storm-Straße und Weidebornweg entsprechend ausgebaut. Im weiteren Jahresverlauf folgen der Europakreisel mit zwei Haltepunkten, das Umfeld von Amtsgericht und Kaiserin-Friedrich-Gymnasium sowie die Haltestelle an der Maria-Ward-Schule. Deren Umsetzung richtet sich nach dem Fortschritt des Schulumbaus und ist alternativ für Anfang 2027 vorgesehen.

Oberbürgermeister Alexander Hetjes betont den Mehrwert der Maßnahmen für die Fahrgäste: „Ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr beginnt nicht erst im Bus, sondern bereits an der Haltestelle. Mit jedem barrierefreien Ausbau verbessern wir den Service für alle Menschen – ob Seniorinnen und Senioren, Familien mit Kinderwagen, Menschen mit Behinderungen oder Fahrgäste mit Gepäck. So machen wir den ÖPNV in Bad Homburg komfortabler, sicherer und für alle einfacher nutzbar.“

Der barrierefreie Umbau erfolgt nach einem klaren technischen Ablauf. Nach der Vermessung und Einrichtung der Baustelle werden die bestehenden Beläge und Bordsteine zurückgebaut, der Unterbau erneuert und die Flächen neu hergestellt. Anschließend werden spezielle Kasseler Sonderborde mit einer Höhe von rund 18 Zentimetern eingebaut, die ein nahezu niveaugleiches Ein- und Aussteigen ermöglichen. Die Fahrbahn wird angepasst und die Gehwegflächen neu gepflastert.

Ein wichtiger Bestandteil des Ausbaus sind taktile Leitsysteme für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen. Die sogenannten Rillen- und Noppenplatten führen sicher vom Gehweg zur Einstiegskante und zur Fahrgastinformation. Ergänzend werden Haltestellenmasten und Fahrplantafeln angepasst oder erneuert. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Flächen gereinigt, kontrolliert und für den Verkehr freigegeben.

Je nach Länge und örtlichen Gegebenheiten kostet der barrierefreie Umbau einer Bushaltestelle zwischen rund 12.000 und 25.000 Euro. Die Bauzeit beträgt in der Regel etwa eine Woche pro Haltestelle, sofern kein Fahrgastunterstand errichtet wird. Ist ausreichend Platz vorhanden, werden Wartehäuschen durch die Firma Ströer auf Grundlage des bestehenden Rahmenvertrags ergänzt.

Mit dem kontinuierlichen Ausbauprogramm verbessert die Stadt Bad Homburg die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und sorgt dafür, dass der öffentliche Nahverkehr für alle Bürger:innen komfortabler und zukunftsfähiger wird.