„Zukunft Innenstadt“: Startschuss für die Maßnahmen

13. Januar 2022

Oberursel (ut). Im Herbst 2021 hatte die Stadt den Zuschlag des Landes Hessen für das Förder­programm ‚Zukunft Innenstadt‘ erhalten, um inno­vative und nachhaltige Maßnahmen zur Belebung des Zentrums anzupacken. 250.000 Euro stellt das Land Hessen hierfür zur Verfügung. Bürgermeisterin Antje Runge hat kürzlich dem Magistrat vorgestellt, wie der Einstieg in das Programm in diesem Jahr erfolgen soll und hat hierfür dessen volle Unter­stützung erhalten.

„Das Förderprogramm ‚Zukunft Innenstadt‘ bietet uns die Chance, die Aufenthaltsqualität zu steigern, gleichzeitig aber auch das Zentrum vom Bahnhof bis zur Altstadt zu vernetzen. Heute geht es den Menschen beim Einkaufen auch um ein Erlebnis. Menschen wollen beim Shopping bummeln, sich treffen und in einladenden Aufenthaltsbereichen auch einmal eine Pause machen, und dafür wollen wir den Raum schaffen, um sich wohl zu fühlen“, so Bürgermeisterin Antje Runge.

Geplant ist die Entwicklung eines Freiraumkonzep­tes, insbesondere für die öffentlichen Plätze. Auch das Thema Klimaanpassung gilt es zu berück­sichtigen: mehr Grün, schattenspendende Ele­mente, aber auch das Einbinden des Themas Wasser.

Entwicklungskonzept: erste Schritte

Im ersten Schritt des Entwicklungskonzeptes wur­den jetzt drei Freiraumbüros eingeladen, bis März 2022 für jeweils zwei Plätze oder Wege Ideen­skizzen zu entwickeln. Dabei geht es um nieder­schwellige Angebote im öffentlichen Raum als Orte der Begegnung und Bewegung, für Spiel und Kultur. Teile der Ideen sollen kurzfristig oder auch interaktiv umsetzbar sein. Ganz nach dem Motto „Einfach gemein­sam anfangen!“

Die Ergebnisse werden vor einem Fachgremium mit Expert:innen aus Verwaltung und Politik, einer Vertretung von fokus O. und der Loka­len Klimainitiative LOK e.V. präsentiert und mit Bür­ger:innen in einem Dialogformat disku­tiert. Dazu gehören Stadtspaziergänge, Workshops und digitale Formate.

Auf Basis der Dialog-Ergebnisse wird im Anschluss ein Frei­raumkonzept für die gesamte Innenstadt vergeben. Die Umsetzung gestalterischer und bau­licher Maß­nahmen wird frühestens ab dem dritten Quar­tal 2022 beginnen. Ebenfalls soll eine Gestaltungsfibel mit Anregungen und Empfehlungen für Eigentümer, Gastronomen und Einzelhändler erstellt werden.

Marktplatzbelebung weiterer Schwerpunkt

Ein weiterer, wichtiger Punkt in Bezug auf die Attraktivität der Innenstadt ist der Marktplatz. „Die­ser soll schnell wiederbelebt werden, indem der Wochenmarkt samstags mit unterschiedlichen Kon­zepten an zwei Standorten angeboten wird und die Besucherinnen und Besucher dadurch zum Flanie­ren in der Innenstadt eingeladen werden“, so Bürgermeisterin Antje Runge. Während der Ver­sorgermarkt auf dem Epinay-Platz bleibt, wird auf dem Marktplatz ein nachhaltiger und interessanter Samstagsmarkt mit gastronomischen Angeboten entstehen. Derzeit erfolgt die Abstimmung mit der Händlerschaft des Wochenmarktes, dem fokus O. wie auch den Anwohner:innen rund um den Marktplatz.

„Heimvorteil“ ausbauen

Da durch die Corona-Pandemie die Online-Platt­formen zum Einkaufen immer stärken werden, för­dert das Konzept auch die Verbindung von analo­gen und digitalen Angeboten, um die Kaufkraft an Oberursel zu binden. Erste, kleinere Maßnahmen werden hierzu bereits kurzfristig umgesetzt wie die Optimierung des Portals ‚Heimvorteil Oberursel‘. Hier sollen die Suchfunktion verbessert und außer­dem das Portal kontinuierlich nutzerorientiert geprüft und weiterentwickelt werden. Der erste digitale Weihnachtsmarkt auf der Plattform war ein voller Erfolg.

Mittelfristig werden die unterschiedlichen Web­seitenpräsenzen und Dienste zu einer digitalen Dachmarkenstrategie zusammengeführt, damit die Bürger:innen wie auch die Gäste der Stadt die unterschiedlichen Angebote einfacher finden.

Oberursel Card/ Vernetzung: Anbindung der Parkhäuser

Ebenfalls für 2022 ist geplant, in Kooperation mit Oberursel Card e.V. und den Stadtwerken Ober­ursel das digitale Bonussystems der Oberursel Card auszubauen sowie die Nutzung der Parkhäuser zu stärken, um den öffentlichen Raum sukzessive autoärmer zu gestalten.

„Um den gegenwärtigen und künftigen Heraus­forderungen erfolgreich zu begegnen, müssen wir das Zentrum attraktiver machen. Mit dem Entwick­lungskonzept für die Innenstadt erhalten die Plätze eine Schlüsselrolle, unterstützt durch den klima­resilienten Umbau der Innenstadt und den Laden­konzepten, die insbesondere durch ihre gute Bera­tung und Qualität hervorstechen. Die Maßnahmen werden gut aufeinander abgestimmt und sind eine Chance, um unsere Innenstadt als Herzstück zu­kunftsfähig zu entwickeln“, ist die Bürgermeisterin überzeugt.