Große Pflanzaktion an der Hohemark
5. März 2026
Hochtaunuskreis (ut). Der Wald im Taunus hat es nicht leicht. Der Klimawandel und dessen Folgen setzen der Natur zu; Trockenheit, Stürme und Schädlingsbefall haben in den vergangenen Jahren viele Brachen entstehen lassen, die wieder aufgeforstet werden wollen – nachhaltig und klimaresilient.
Am Freitag, 6. März, will der Hochtaunuskreis in Kooperation mit der Stadt Oberursel und unter Mithilfe möglichst vieler Freiwilliger den Waldumbau wieder ein kleines Stück vorantreiben. Nachdem bei der jüngsten Aktion im vergangenen November bei Neu-Anspach bereits tausend Setzlinge gepflanzt wurden, wird dieses Mal eine Fläche an der Hohemark aufgeforstet; 850 junge Bäumchen warten darauf, in die Erde gebracht zu werden. Geplant und organisiert wird die Aktion vom Naturpark Taunus.
„Diese Setzlinge mögen heute klein und verletzlich wirken. Aber in ein paar Jahrzehnten werden sie unseren Kindern und Enkeln einen Ort bieten, an dem sie durchatmen und sich erholen können“, ist sich Landrat Ulrich Krebs sicher, der auch wieder selbst zum Spaten greifen wird. „Die vielfältige Natur im Taunus ist ein hohes Gut, das wir bewahren müssen; als Lebensraum für die Tiere, als grüne Lunge für das Rhein-Main-Gebiet.“
Oberursels Bürgermeisterin Antje Runge wird sich ebenfalls an der Aktion beteiligen. „Unsere Wälder sind weit mehr als eine grüne Kulisse – sie sind Klimaschützer, Wasserspeicher, Lebensraum und Erholungsort zugleich. Die Folgen des Klimawandels sehen wir längst in Oberursel. Deshalb ist es unerlässlich, dass wir konsequent nachforsten und klimaresiliente Mischwälder entwickeln. Klimaanpassung bedeutet für mich, vorausschauend zu handeln, unsere natürlichen Ressourcen zu schützen und Oberursel nachhaltig widerstandsfähig zu machen. Das Nachforsten ist hierbei ein zentraler Baustein unserer kommunalen Klimaanpassungsstrategie.“
Gepflanzt werden klimaresiliente Baumarten, wie Douglasien und Lärchen, um artenreiche und widerstandsfähige Wälder entstehen zu lassen, erklärt Naturpark-Geschäftsführer Uwe Hartmann. Langfristig wolle man im Taunus aber nicht solche Baumpflanzungen vornehmen, sondern auf eine natürliche Verjüngung der Baumbestände setzen.
Interessierte, die sich an der Aktion beteiligen wollen, treffen sich am 6. März um 14.30 Uhr am Taunus-Informationszentrum (TIZ), Hohemarkstraße 192, an der Hohemark. Von dort aus geht es zu Fuß in rund 20 bis 30 Minuten zur gut zwei Kilometer entfernten Pflanzfläche nahe der Emminghaushütte und des „Orscheler Hasen“.
Am TIZ stehen öffentliche Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Mit dem ÖPNV ist der Treffpunkt über die Haltestelle Oberursel-Hohemarkt mit der U3 sowie den Buslinien 50 und 57 gut zu erreichen.
Wer mitmachen möchte, sollte wetterfeste Kleidung, feste Schuhe und Arbeitshandschuhe mitbringen, alles Weitere wird vor Ort bereitgestellt.
Es wird aus organisatorischen Gründen um Anmeldung auf der Homepage des Naturparks unter https://naturpark-taunus.de/veranstaltungen/ gebeten. Das Anmeldeformular ist bis zwei Stunden vor dem Treffen online verfügbar. Hunde dürfen jedoch nicht mitgebracht werden.
Zum Dank erwartet die ehrenamtlichen Helfer nach getaner Arbeit ein herzhafter Imbiss mit Getränken. Das Ende der Veranstaltung ist für 18 Uhr angesetzt.
Hintergrund
Der Kreistag hatte im September 2025 beschlossen, mehrere Baumpflanzaktionen durchzuführen. Mit der Umsetzung wurde der Naturpark Taunus beauftragt. Rund 10.000 Euro hat der Kreis für die erste Pflanzaktion im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt: für dieses und kommendes Jahr stehen jeweils 20.000 Euro für je zwei Pflanzaktionen auf Kreisflächen bereit. Je nachdem, wie sich die Situation im Taunus entwickelt, könnte das Budget weiter aufgestockt werden.

