Schulen stimmen bestens auf den Advent ein






Impressionen des Konzerts
Von Petra Pfeifer, 2. Dezember 2024
Hochtaunuskreis (pit). Leicht verträumt und auch ein wenig hymnisch war es am Unter- und Mittelstufenorchester sowie Großem Orchester des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG) Bad Homburg, mit dem „Andante festivo“ des finnischen Komponisten Jean Sibelius den Reigen des Konzerts der Schulen des Hochtaunuskreises zu eröffnen. Hiermit legten die jungen Musiker in der Erlöserkirche den stimmungsvollen Grundstein, auf den Pfarrer Andreas Hannemann bei seiner Begrüßung direkt aufbaute: „Bereits Luther äußerte die Ansicht, dass neben dem Wort Gottes die Musik den höchsten Stellenwert hat.“ In diesem Sinne also: „Wenn ihr Musik macht, tut ihr anderen etwas Gutes.“ Ein hervorragender Grund also, alljährlich sehr gerne Gastgeber dieses traditionsreichen Ereignisses zu sein.
Erster Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr überbrachte die Grüße des Landrats und von Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes und meinte in Anbetracht der wenig erfreulichen Nachrichten aus aller Welt: „Diese passen nicht zur Adventszeit, umso schöner ist es, dass dieses Konzert darauf einstimmt.“ Sein Dank galt aber nicht nur den Schüler:innen, sondern auch den Lehrern: „Danke, dass Sie diese Hummelhaufen im Griff behalten.“ Und in Anbetracht der Tatsache, dass der Spendenerlös dieses Abends an den Jugendchor und das Jugend Sinfonie Orchester des Hochtaunuskreises gehen, ermunterte Thorsten Schorr: „Vielleicht habt ihr ja Lust, euch außerhalb der Schule musikalisch zu engagieren, dann seid ihr dort herzlich willkommen.“
Dann aber waren wieder die Schüler:innen des KFG an der Reihe, ihr Können darzubieten, was ihnen mit dem Trepak (russisches Lied) aus der Nussknacker Suite von Pjotr Iljitsch Tschaikowski und der Suite aus „Hamilton“ des zeitgenössischen Komponisten Lin-Manuel Miranda in einem Arrangement von Jerry Brubaker bestens gelang.
Anrührend der folgende Einzug der Singklasse 6 der Philipp-Reis-Schule Friedrichsdorf. Mit Windlichtern in den Händen und einem Weihnachts-Quodlibet aus „Was soll das bedeuten“ und „Friede soll es werden“ auf den Lippen schritten die Kinder in langen Zweierreihen durch den gesamten Kirchenraum ehe sie sich im Altarraum gemeinsam gruppierten. Auch bei den folgenden Liedern, dem verträumten „A la rurru niño, dem bezaubernden „Angels`Carol“ von John Rutter, dem liebenswerten „Flying Free“ von Don Besig sowie dem abschließenden heiteren „Fröhliche Weihnacht überall“ war es eine Freude den hellen Kinderstimmen zu lauschen.
Das Orchester des Taunusgymnasiums Königstein hatte ebenfalls ein sehr stimmungsvolles Programm einstudiert, mit dem es dem Publikum jede Menge Vorweihnachtsfreude bereitete. Den Auftakt machte die bestens gelungene Darbietung der „Serenade for String Orchestra“ von Norman Leyden, bestehend aus den kurzen, kontrastierenden Sätzen Prélude, Fuge, Nocturne und Cakewalk. Weiter ging es mit dem schwungvollen „Ungarischen Tanz Nr 5 g-Moll“ von Johannes Brahms, der in die Weite der ungarischen Puszta entführte, und großes Kino lieferten die jungen Musiker:innen mit dem Raiders March aus „Indiana Jones“ von John Williams.
Für ein ebenso gelungenes wie festliches Finale sorgte schließlich das Orchester der Bischof-Neumann-Schule Königstein, dessen Darbietung sich mit Georg Friedrich Händels „The Arrival of the Queen of Sheba“ zunächst majestätisch, mit dem „Ave verum Corpus“ sehr berührend und mit Sinfonie und Choral aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach endgültig auf Weihnachten einstimmend gestaltete.
Schließlich wandte sich Thorsten Schorr erneut an das Publikum: „Jetzt sind Sie zum Mitsingen aufgefordert!“ Sprach’s, alle Schüler nahmen soweit möglich im Altarraum und an dessen Seiten Aufstellung, und die Instrumentalisten stimmten das gemeinsame Schlusslied „Tochter Zion“ an. Eine Aufforderung, der alle gerne Folge leisteten, so dass die ehrwürdige Erlöserkirche bis in die hinterste Ecke komplett von festlicher Musik erfüllt war.

