Interessante und/oder kuriose Plätze rund um den Großen Feldberg

Ein Taunus-Wanderbuch der etwas anderen Art

Sigrid und Dietrich Bender haben den Taunus gründlich durchforstet. - Foto: Privat

2. November 2024

Hofheim (pit). Nach mehreren Publikationen, die er entweder in Zusammenarbeit mit seiner Frau oder als Mitglied des Hofheimer Autorentrios verfasste, ist Dietrich Bender gewiss kein Unbekannter in der Region. Nun hat sich der pensionierte Lehrer für Geografie und Biologie zusammen mit seiner Ehefrau Sigrid einem neuen Projekt gewidmet. Mit diesem knüpfen die beiden an das Buch „Über 60 bekannte, unbekannte und vergessene Plätze rund um Hofheim“, das Dietrich Bender 2023 zusammen mit Peter Kolar herausbrachte.

Auch der Uhlandstein hat Aufnahme in das Buch von Sigrid und Dietrich Bender gefunden. – Foto: Privat

Im Mittelpunkt steht jedoch dieses Mal nicht die Kreisstadt Hofheim, sondern der höchste Taunusgipfel, der Große Feldberg. Denn bei näherer Betrachtung ist Sigrid und Dietrich Bender – beide sind passionierte Wandersleute und haben schon entsprechende Bücher über Mittelschweden herausgebracht – aufgefallen, dass dieser Frankfurter Hausberg zwar weithin bekannt ist, es jedoch noch einige Geheimnisse auf ihm selbst und in seiner Umgebung zu finden sind. Und auf der genaueren Suche nach interessanten Besonderheiten sind sie im Laufe eines guten Jahres immer wieder fündig geworden und haben sorgfältig recherchiert, was es mit diesen teilweise kuriosen Plätzen wohl auf sich hat.

„Der Brunhildisfelsen oder das Römerkastell an der Weilquelle sind weitestgehend bekannt, aber wo sind die alten Glashütten, was hat es mit den weißen Kunststoffmatten auf sich, die am Nordhang unter der Grasnarbe liegen, und wozu wurden Obelisken mitten im Wald errichtet, deren Inschriften mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit verwittert sind“, lauteten die Fragestellungen, denen sich das Ehepaar unter vielen anderen widmete. Und es ist erstaunlich, was und vor allem auch wieviel sie mit diesem offenen Blick für die Landschaft zu Tage gefördert haben – wobei sie die bekannten Destinationen selbstverständlich nicht außer Acht lassen, so dass auch der Bad Homburger Hirschgarten, die Saalburg und der Hessenpark unter den „Besonderen Zielen“ auftauchen. Zu den „Guten Aussichten“ wiederum zählen neben dem – selbstverständlich – Aussichtsturm auf dem Feldberg, unter anderem auch der Herzberg- und Atzelturm.

Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe solcher kurioser Schuhbäume. – Foto: Privat

Aber wo finden sich solche „Lost Places“ wie Sommerskipiste, Bobbahn oder die Sprungschanze am Weilsberg? Was hat es mit den diversen Stollen, der „Höhle“ am Großen Zacken oder gar dem Sprengstoffbunker an der Hohen Mark auf sich? Und wie kam es zu solch „Crazy Places“ wie Bärenhöhe, Schuhbaum auf dem Klingenkopf oder Kerbebaamweg?

„Für die Fakten haben wir unterschiedliche Quellen angezapft und danach die Texte erstellt“, erläutern Sigrid und Dietrich Bender. Die Quellen seien in den einzelnen Kapiteln aufgeführt, damit alle Interessierte, wenn sie möchte, noch tiefer in die Materie eintauchen können. Insgesamt behandeln die 122 Kapitel sowohl Natur- und Kulturdenkmäler als auch im Laufe der Zeit vergessene Plätze, Aussichtspunkte, Wanderrouten und es werden Informationen zu Freizeitaktivitäten geboten. „Zu jeder Destination gibt es ein Kapitel mit einer kurzen Beschreibung, Karten sowie GPS-Koordinaten helfen bei der Orientierung, um die Ziele leichter zu finden“, erklären die beiden.

Das Coverbild stammt von Hendrik Eifert.

Erhältlich ist das Buch mit dem Titel „122 bekannte, weniger bekannte und vergessene Plätze rund um den Großen Feldberg im Taunus“ zum Preis von 14,90 Euro in der Hofheimer Buchhandlung Tolksdorf erhältlich, aber auch in anderen Buchhandlungen und Ausflugsorten rund um den Großen Feldberg.

Übrigens freut sich das Ehepaar über eine Resonanz unter: dietrich.bender@t-online.de.