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Prof. Dr. Alexander Jendorff „Widerständigkeit, Kollaboration und Partikularinteressen“

20. März 2024 - 19:00 - 20:30 CET

Rekatholisierung als gemeindliches Ereignis in Ober-Erlenbach und Oberursel am Beginn des 17. Jahrhunderts

Am Beginn des 17. Jahrhunderts setzte in Ober-Erlenbach und Oberursel die Rekatholisierung durch die Kurmainzer Herrschaft ein. Sie vollzog sich innerhalb von zwei Jahren und führte zu einem kirchlich-konfessionellen Wandel in zwei Gemeinden, die über Jahrzehnte hinweg lutherisch gewesen waren. Angesichts des Tempos der Entwicklung muss sich die Frage stellen, welche Faktoren für den Wandel verantwortlich waren und ihn beförderten. Dies kann umso mehr interessieren, weil sich die wissenschaftliche Forschung über Jahrzehnte hinweg mit der sogenannten
Gegenreformation als einem obrigkeitlichen Akt beschäftigt hat, so als ob sämtliche damit verbundenen Maßnahmen von den jeweiligen Regierungen gewaltsam durchgeführt worden seien. Immer deutlicher wird neuerdings aber, dass es sich – wie schon bei der Reformation – um einen vielschichtigen Problemkreis handelt, der verschiedene Forschungsfelder miteinander verbindet: die Kirchen- und Religionsgeschichte ebenso wie die Herrschafts-, und Elitengeschichte, die Stadt- und Gemeindegeschichte und nicht zuletzt die jeweilige Regionalgeschichte. Diese komplexe Gemengelage versucht der Vortrag aufzuschlüsseln und einzuordnen.

Eintritt frei

Details

Datum:
20. März 2024
Zeit:
19:00 - 20:30 CET
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50,
Bad Homburg,
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Veranstalter

Stadt Bad Homburg