Nach Beratung und Prüfung

Magistrat hat der Inbetriebnahme eines Naturkindergartens zugestimmt

2. September 2021

Taunusstein (ut). Der Magistrat hat der Inbetriebnahme einer Naturkindergartengruppe in seiner letzten Sitzung zugestimmt. Eine Elterninitiative hatte die Idee eingebracht und die Stadtverwaltung hatte die Möglichkeiten für eine Umsetzung überprüft. Die städtischen Gremien entscheiden jetzt über zwei verschiedene Varianten: Die Etablierung einer eingruppigen Einrichtung oder die Angliederung der Gruppe an eine bestehende Einrichtung in Wehen.

Für die Umsetzung in der Variante als eingruppige Einrichtung muss im Vorfeld an die Inbetriebnahme ein geeigneter Träger gefunden werden. Hierzu meldete unter Anderem bereits das Familienzentrum MüZe Interesse an. Nach der Beschlussfassung durch die Politik könnte dann die gesetzmäßige Vergabe stattfinden. Alternativ könnte die Gruppe auch an die bestehende ASB-Kita in Wehen angeschlossen werden, was der Magistrat in seiner Sitzung einstimmig als Empfehlungsvariante benannt hat.

Fläche in Wehen stünde zur Verfügung

Bei einem Naturkindergarten verbringen die hier betreuten Kinder die meiste Zeit des Tages in der freien Natur. Dafür käme in Taunusstein eine Wald- und Wiesenfläche in der Nähe des Bettelmannsbaumes in Wehen in Frage. Sollte es eine eingruppige Einrichtung werden, könnte dort ein Bauwagen als Gruppenraum aufgestellt werden – sowohl für beispielsweise starken Regen als Unterschlupf als auch als Lagermöglichkeit.

Sollten sich die Gremien für die Angliederung der Naturkindergartengruppe an die bestehende Einrichtung in der Breslauer Straße entscheiden, werden nach dem Beschluss entsprechende Vertragsverhandlungen mit dem Träger (Arbeiter-Samariter-Bund) aufgenommen. Der Rückzugsort bei schlechtem Wetter und für Aktivitäten, die in geschlossenen Räumen stattfinden müssen, würde bei dieser Variante die bestehende Einrichtung darstellen.

Zwei Varianten mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen

Beide Varianten haben unterschiedliche Vor- und Nachteile in Sachen Kostenstruktur, Bezuschussung und Aufwände. Beispielsweise gäbe es bei einer eingruppigen Einrichtung Zuschüsse als Kleinkita, allerdings müsste dafür auch ein großer Bauwagen für rund 100.000 Euro angeschafft werden. Bei der Angliederung an die ASB-Kita in der Breslauer Straße könnte auf vorhandene Strukturen, Räume und Ressourcen zurückgegriffen werden, was Betrieb und Abläufe vereinfachen würde. Die Betriebs- und Personalkosten für beide Varianten belaufen sich nach ersten Kalkulationen jeweils auf rund 100.000 Euro pro Jahr.

Die angedachte Gruppe soll eine Kapazität von 20 Kindern haben und damit nicht nur die Platzkapazitäten in Taunusstein erweitern, sondern auch die Vielfalt des pädagogischen Angebots vergrößern.

Beratung in den politischen Gremien

Es gab bereits eine Kooperation mit Bad Schwalbach zu einem Naturkindergarten. Das Angebot wurde aber wegen der Entfernung und eingeschränkter Betreuungszeiten wenig von Taunussteiner Familien nachgefragt und deshalb eingestellt. Jetzt wäre die Gruppe in Wehen gut für viele Taunussteiner Familien erreichbar, die Betreuungszeiten würden dann mit dem jeweiligen Träger besprochen.

Nach dem Beschluss im Magistrat entscheiden jetzt der Ausschuss für Generationen, Kultur und Ehrenamt sowie im Anschluss die Stadtverordnetenversammlung über das Vorhaben und die endgültige Variante. 

Die Realisierung der Naturkindergartengruppe erfolgt nach Zustimmung der Gremien und den nötigen Ausschreibungen oder Vertragsverhandlungen frühestens zum März 2022.