Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT zeichnet beste Praktikumsberichte aus

Sechs Schüler aus der Region sind Hessensieger

Die Hessensieger Björn Kaschützke (vorne, v. l.), Johannes Wild, Marc Bernhardt und Jolin See mit (hinten, v. l.) Michael Reitz, Referent SCHULEWIRTSCHAFT Rhein-Main-Taunus, Dieter Dembczyk, Hessisches Kultusministerium, und SCHULEWIRTSCHAFT-Sprecher Gerhard Glas. - Foto: Gerd Scheffler
Die Hessensieger Thimon Beyer (vorne, v. l.) und Paula Schäfer mit Dieter Dembczyk, Hessisches Kultusministerium, und Chantal Kirschner, SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus. - Foto: Gerd Scheffler

4. November 2022

Taunus (ut). 18 Schülerinnen und Schüler sind bei der Hessensiegerehrung des Wettbewerbs „Bester Praktikumsbericht“ von dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT und dem Arbeitgeberverband HESSENMETALL in Bad Nauheim ausgezeichnet worden. Auch zwei Jugendliche aus dem Hochtaunuskreis haben es mit ihren Praktikumsdokumentationen an die Landesspitze geschafft.

Jolin See von der Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf erreichte bei dem Schülerwettbewerb landesweit den dritten Platz in der Kategorie „Gymnasium Sekundarstufe I“. Sie hatte ihr Praktikum bei dem Logistikunternehmen Ludwig Meyer GmbH & Co. KG im Stadtteil Köppern absolviert. Marc Bernhardt von der Erich-Kästner-Schule in Oberursel gewann auf Hessenebene den dritten Platz in der Kategorie der Hauptschulen. Er hatte sein Praktikum bei der Maler- und Dekorationswerkstätte Henrichs GmbH in Bad Homburg gemacht.

Im Main-Taunus-Kreis erreichte Björn Kaschützke von der Eichendorffschule in Kelkheim bei dem Schülerwettbewerb landesweit den ersten Platz in der Kategorie „Realschule“. Er hatte sein Praktikum bei der Deutschen Bank in Eschborn absolviert. Johannes Wild von der Sophie-Scholl-Schule in Flörsheim gewann auf Hessenebene den zweiten Platz in der Kategorie der Realschulen. Er hatte sein Praktikum auf dem Weingut Joachim Flick im Stadtteil Wicker gemacht.

Paula Schäfer von der St. Ursula-Schule in Geisenheim im Rheingau-Taunus-Kreis schaffte es auf den zweiten Platz in der Kategorie „Gymnasium Sekundarstufe II“. Die Oberstufenschülerin überzeugte die Jury mit ihrem Bericht über ein Praktikum bei dem Vermessungs- und Katasteramt Westerwald-Taunus in Westerburg.

Thimon Beyer wiederum, Schüler der Werner-von-Siemens-Schule in Wiesbaden, konnte in der Kategorie Realschule den dritten Preis erlangen. Er hatte sein Praktikum bei der Firma Vitronic Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme GmbH absolviert.

Gerhard Glas, Sprecher von SCHULEWIRTSCHAFT Rhein-Main-Taunus, gratulierte den Gewinnern: „Eure Praktikumsmappen mit überzeugenden Reflektionen zählen zu den Top-Berichten in ganz Hessen. Ihr konntet wichtige Schlüsselkompetenzen kennenlernen, gleichzeitig eure Fertigkeiten in der Praxis anwenden und erproben, ob sie den Anforderungen in einem selbst gewählten Beruf genügen.“

Bei der feierlichen Preisverleihung im Bildungshaus Bad Nauheim zeigte sich Rainer Welzel, Vorstandsmitglied von HESSENMETALL, von der Kreativität und Qualität der Arbeiten sehr beeindruckt. Für ihn stand fest: „Berufspraktika sind ein wichtiger Schritt für die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in ihr späteres Berufsleben. Sie sind aber auch ein gutes Instrument für die Unternehmen, sich als interessante und gute Arbeitgeber zu präsentieren. Die Praxisberichte sind Ausdruck dessen, mit wieviel Engagement die Schüler ihr Praktikum erlebt und dokumentiert haben.“

Beeindruckende Auseinandersetzung mit dem Thema Berufsorientierung

Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz erklärte, dass die Leistungen in beeindruckender Weise dokumentierten, wie gut sich die Schüler:innen mit dem Thema Berufsorientierung auseinandergesetzt haben: „Es ist ihnen gelungen, die Reflexion der Ergebnisse und damit die Konsequenz für den eigenen beruflichen Orientierungsprozess in besonders ansprechender und anspruchsvoller Form darzustellen.“ Die Betriebspraktika und die Anfertigung des Praktikumsberichts, so der Minister, nähmen bei der beruflichen Orientierung von Schülerinnen und Schülern einen hohen Stellenwert ein. „Durch Erfahrungen in der Praxis erhalten die Jugendlichen authentische Einblicke in die Arbeitswelt, können ihre Kenntnisse und Fertigkeiten in der Praxis anwenden und werden dadurch stärker für ihren beruflichen und schulischen Bildungsweg motiviert“, so Lorz.

Einen besonderen Dank für die geleistete Unterstützung richtete Dieter Dembczyk, der für das Kultusministerium vor Ort war, an alle Lehrkräfte, die bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Praktika dem beruflichen Nachwuchs zur Seite standen. Ebenso dankte er allen engagierten Praktikumsbetrieben, die einen wertvollen Beitrag bei der beruflichen Orientierung der Jugendlichen leisteten.

Die Gewinner hatten sich als regionale Sieger in Nord-, Mittel- und Osthessen sowie Wiesbaden-Rheingau-Taunus und der Region Rhein-Main-Taunus für das Landesfinale qualifiziert. Eine hochkarätige Jury aus Pädagogen und Wirtschaftsvertretern bewertete alle eingereichten Praktikumsmappen nach den Kriterien formale Struktur, Inhalt, kreative Gestaltung und Gesamteindruck. Der Arbeitgeberverband HESSENMETALL stellte erneut die Geldpreise für die 18 Hessensieger aus sechs Kategorien zur Verfügung: 1. Platz – 100 Euro, 2. Platz – 75 Euro, 3. Platz – 50 Euro.

Zum Hintergrund:

In diesem Jahr wurde bereits zum 13. Mal der beste Praktikumsbericht in ganz Hessen ermittelt. Die Lehrkräfte trafen eine Vorauswahl und reichten die besten Arbeiten bei ihren regionalen SCHULEWIRTSCHAFT-Geschäftsstellen ein. Lokale Juryteams begutachteten alle Arbeiten und ermittelten die Gewinner in den jeweiligen Schulformen und Regionen.