Eschborns Netz soll schneller werden

Erster Spatenstich zum Glasfaserausbau ist erfolgt

Von Eckard Steffin

Eschborn. Die Bewohner von Eschborn wollen das Glasfaserkabel. Beim ersten Projekt für die Einwohner der Bremer Straße registrierte sich in der Vorvermarktungsphase 350 Haushalte. Für das Projekt wären 250 notwendig gewesen. Schlussendlich sollen 3.100 Haushalte durch die Telekom versorgt werden. Dafür sind 40 Kilometer Glasfaser und 15 Verteiler notwendig. Dadurch werden die Leitungen stabiler und leistungsstärker.

Bürgermeister Adnan Shaikh hält das Kabel für sehr wichtig: „Damit ist die Downloadgeschwindigkeit ein Gigabit pro Sekunde und der erste Schritt, eine neue Infrastruktur aufzubauen ist gemacht.“

Auch die ersten Schritte zu einer Smart City wurden begonnen. Zukünftig soll es eine Steuerung geben, die die Straßenbeleuchtung den Lichtverhältnissen anpasst. „So wird es möglich, dass wir viel Strom sparen können. Dazu zählt auch eine intelligente Parkplatzsteuerung, damit jeder weiß, wo es Parkplätze oder freie Elektrotanksäulen gibt“, so Shaikh.

Zum Spatenstich mitgebracht hatte der Rathauschef den Leiter des Tiefbauamts Hans-Jörk Altsheimer und die Projektverantwortliche Darija Budimlic, die von Michael Löttner, Technischer Leiter der Telekom, für die gute Zusammenarbeit gelobt wurden: „Vor allem darf die Telekom neue minimalinvasive Techniken einsetzen und dadurch werden die Bewohner weniger durch die Baumaßnahmen beeinträchtigt.“ Der Telekom-Vertreter Fuat Dalar ergänzte, dass das Projekt vor einem Jahr begann und erstaunlich erfolgreich war. Hans Czorny, Regiomanager der Telekom, sagte, dass „am 15. September 2020 mit den Werbemaßnahmen begonnen wurde und schon am 15. Dezember 2020 40 Prozent mehr Zusagen durch die Bewohner als notwendig vorlagen.“

Auch die Firma Wagner aus Waldböckelheim, ein Spezialunternehmen aus der Pfalz, war mit den vier Mitarbeitern Moritz Schönherr, Tim Gräff, Andreas Färber und Peter Schumacher als ausführendes Unternehmen vertreten. Bauleiter Andreas Färber erläuterte, dass sie die Kabel bis zu den Häusern legen. Es würden vorhandene Kabelschächte genutzt, doch wo dies nicht möglich sei, müsse wohl die Erde aufgerissen werden. In den Häusern selbst werden von der Telekom die bereits vorhandenen Kabelschächte genutzt. Dann wurde bei strahlend blauem Himmel der erste Spatenstich für die Zukunft gemacht.

Mehr Informationen zum Thema Glasfaserkabelanschluss, gibt es unter www.telekom.de/jetzt-glasfaser.

Eine Glasfaser wird bei der Glasschmelze aus vielen dünnen Fäden gewonnen. Die Fäden werden nicht nur zur Datenübertragung, sondern auch in Textilien eingesetzt. Glasfasern haben eine hohe Elastizität und sind wetterbeständig.