Wasser, viel Glas und Photovoltaik

Kreis stellt Pläne für Kreishallenbad vor

Von Eckard Steffin

Main-Taunus-Kreis, 30. März 2021. Das geplante Kreishallenbad soll im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Wie Landrat Michael Cyriax erläutert, ist die Entwurfsplanung für das Großprojekt vom Kreisausschuss beschlossen worden. Den Plänen zufolge soll das knapp 16 Millionen Euro teure Vorhaben neben der Konrad-Adenauer-Schule Kriftel entstehen, der ursprüngliche Ansatz der Investitionen wurde damit um rund 900.000 Euro erhöht. Das Hallenbad soll vorrangig für das Schulschwimmen, aber auch von Vereinen genutzt werden: „Wir schaffen damit die Schwimmmöglichkeiten, auf die Schulen und Sportler sehnlichst warten“, kommentiert Cyriax das Vorhaben. Mit der jetzt vorgelegten Planung sei „ein Meilenstein bei diesem für Unterricht und Sport so wichtigen Projekt erreicht.“

Vorgesehen ist demnach ein Bad mit sechs 25-Meter-Bahnen, ein Lehrschwimmbecken und Sprungtürmen. Das Gebäude ist am Rand des Grüns hinter der Sporthalle an der Konrad-Adenauer-Schule mit einer kaskadenartigen Dachform angelegt, die Schwimmhalle hat große Glasfassaden. Das Dach ist teils begrünt, teils mit einer Photovoltaikanlage versehen, und das Gebäude wird nach dem energiesparenden Passivhausstandard errichtet. Für das Schwimmbad werden 35 zusätzliche Stellplätze angelegt. Mit den Bauarbeiten wird nach derzeitigem Stand im Oktober dieses Jahres begonnen, der Abschluss ist für März 2023 geplant.

Cyriax: „Dieses Projekt bringt den Schul- und Sportstandort Main-Taunus-Kreis voran, und dazu haben wir auch noch eine ansprechende architektonische Lösung gefunden.“

Der Kreis habe während der Vorüberlegungen und auch der Planungen engen Kontakt mit Schulen und Vereinen gehalten, um deren Bedürfnisse zu berücksichtigen. „Schwimmen ist nicht nur ein wichtiges Element des Schulsports, es ist auch ein wichtiger Beitrag zum gesunden Heranwachsen des Menschen. Die Möglichkeiten für das Schulschwimmen im Kreis müssen unbedingt ausgebaut werden. Das Kreishallenbad schafft die nötigen Kapazitäten, es ist für den Schulsport ein großer Schritt nach vorn“, erläutert Matthias Seitz, Lehrer an der Main-Taunus-Schule Hofheim und Schulsportkoordinator im MTK.

Zusammengearbeitet habe der Kreis auch mit der Gemeinde Kriftel. Eine Umfrage des Kreises hatte 2019 ergeben, dass die drei vorhandenen ganzjährig nutzbaren Bäder für den Unterricht bei weitem nicht ausreichen. Eine Machbarkeitsstudie hatte verschiedene Standort- und Betriebsvarianten untersucht. Dabei hatte die Lage in Kriftel die Bedingungen am besten erfüllt. Derzufolge liegt es zentral im Kreis; es ist nicht nur mit Auto und Bus sehr gut zu erreichen, sondern der Standort besticht auch durch seine Nähe zu den Bahnhöfen Hofheim und Kriftel.