Eine überzeugte Oberurselerin

Marion Unger hat schon so manches bewegt - und einiges Neue vor

Oberursel (ut). Marion Unger wurde 1960 in Kanada geboren. Vier Jahre später kehrte die Familie in ihren Heimatort nach Rheine/Westfalen zurück. Nach dem Abschluss der Realschule machte sie eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. Danach arbeitet sie als Studiensekretärin an der Uniklinik Münster, dann als Chefarztsekretärin an der Uniklinik in Düsseldorf. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann kennen.

Das Paar zog Ende der 1980er Jahre nach Frankfurt a. M. 1995 erfolgte der Umzug nach Oberursel. Von 1990, bis zur Geburt der Tochter Vanessa 1999, arbeitet Marion Unger in der Verwaltung der Asklepios-Klinik in Kronberg, nach der Einschulung der Tochter in einer Arztpraxis in Oberursel. Heute ist das Gemeindebüro der Auferstehungs- und Christuskirche ihr Arbeitsplatz.

Stadtführerin

Über die Begeisterung für eine lebendige, von einer regen Vereinswelt geprägte Stadt entdeckte sie ihr Faible für die Geschichte Oberursels. Da kam 2004 der Aufruf „Stadtführerinnen und Stadtführer gesucht!“  gerade richtig. Seit dieser Zeit bietet Marion Unger Altstadtführungen an. Zusätzlich zu den klassischen Altstadtführungen kamen im Laufe der Zeit zahlreiche weitere Themenführungen hinzu:

  • Stadtführungen mit unterschiedlichen  Schwerpunkten (Brunnenführung, Kirchenführungen, saisonale Führungen (zu Ostern, zu Weihnachten)
  • Führungen über den Mühlenwanderweg
  • Kulinarische Führungen in Zusammenarbeit mit lokalen Geschäften und Restaurants
  • Vollmondführungen in Zusammenarbeit mit dem Vortaunusmuseum
  • Führungen für Kinder (Schulen etc.) in Zusammenarbeit mit dem Vortaunusmuseum

Veranstaltungen wie der „Dorfspaziergang“, virtuelle Führungen für Seniorenheime und die Führung „Starke Frauen“ bietet Marion Unger kostenfrei an, bzw. spendet die Führungsgebühr für einen guten Zweck.

Weitere Ehrenämter und Aktivitäten

Nachdem Marion Unger sich bereits einige Zeit im Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberursel e.V. für den Bereich Stadtgeschichte (Sprecherin der AG Stadtgeschichte) stark gemacht hat, wurde sie 2009 zur 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Der Verein ist noch immer einer der größten Vereine der Stadt (370 Mitglieder), was nicht zuletzt dem Engagement der 1. Vorsitzenden zu verdanken ist. Außerdem ist sie 2. Sprecherin der AG der Geschichts- und Heimatvereine des Hochtaunuskreises sowie Mitglied im „Geschichtskreis Motorenfabrik Oberursel“.

Seit 2011 ist Marion Unger stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums Vortaunusmuseum e. V., wo sie ehrenamtlich bei vielen Veranstaltungen des Museums und im Museums-Café aktiv ist, und im Juni 2018 erschien ihr Buch „Oberursel zu Fuß“, welches im Societäts-Verlag erschienen ist.

Mit ihren informativen und unterhaltsamen Führungen weckt Marion Unger die Begeisterung bei den Oberurseler Bürger*innen für „ihre“ Stadt. Besonders gerne gibt sie aber auch ihr Wissen an alle Gäste Oberursels weiter und trägt so dazu bei, den Bekanntheitsgrad der Stadt Oberursel erheblich zu steigern. Die Gäste kommen gerne wieder, um durch die schöne Altstadt zu spazieren, einen Bummel durch die Geschäfte zu machen oder auch, um Restaurants oder Gaststätten zu besuchen.

Marion Unger wird in Zukunft auch dem Oberurseler Stadtparlament angehören. Aus Sympathie und um die Liste der OBG „Oberurseler Bürgergemeinschaft – Freie Wähler“ zu unterstützen, war sie bei den Kommunalwahlen als Vertreterin auf Platz 25 der OBG-Liste angetreten. Die Wähler haben sie mit knapp 4000 Stimmen auf Platz 4 hoch kumuliert. Ebenso wurde sie im Ortsbeirat Oberursel-Mitte mit 2760 Stimmen auf Platz 1 der Liste gewählt, mit großem Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. „Dies ist ein Zeichen ihrer großen Anerkennung und Beliebtheit bei den Oberursel Bürgerinnen und Bürgern. Die städtischen Gremien erhalten eine sehr engagierte und sachkundige Vertreterin, die das Ohr nahe bei den Menschen in der Stadt hat und die sich nachdrücklich für ihre Belange einsetzt. Insbesondere die Themen Stadtgestaltung und Denkmalschutz werden durch sie eine zusätzliche Stimme erhalten. Die Arbeit des Stadtparlaments kann davon nur profitieren“, so Bürgermeister Hans-Georg Brum anlässlich der Auszeichnung.

„Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt – das ist mein Motto, das mir Zufriedenheit und Kraft gibt, mich fröhlich stimmt und neugierig auf Menschen macht“, so Marion Unger anlässlich der Ehrung.