Kurbad Königstein: Wichtige Schritte zur Sanierung

Im Gespräch über mögliche Finanzierungen auf der obersten Terrasse des Kurbads: Bundestagsabgeordneter Norbert Altenkamp im Wahlkampf und Bürgermeister Leonhard Helm (v.l.). - Foto: Stadt Königstein

16. September 2021

Königstein (ut). Thomas Rausch, Geschäftsführer der Königsteiner Kur GmbH, zu deren Hauptverantwortlichkeit das Kurbad gehört, sieht Fortschritte auf dem Weg der Sanierung des denkmalgeschützten Hauses. Bei der Ausschreibung des Teilnahmewettbewerbs für Architekten vom August haben zwei Architekturbüros gute und verantwortbare Angebote eingereicht. Ein Büro aus Stuttgart und eines aus Bad Vilbel stellen sich im Oktober 2021 dem Aufsichtsrat vor und es erfolgt die Abgabe eines ersten Angebotes. Die Bewerbungen um die Fachingenieurleistungen haben den Abgabetermin am 20. September 2021. Rasch ist zuversichtlich, dass im Laufe des Oktobers dann auch die Vorstellung des Fachingenieurs stattfinden kann.

Wichtige Verträge sollen noch in diesem Jahr geschlossen werden. Rausch möchte die Vergabe des Architektenvertrags am 8. November 2021 zur Aufsichtsratssitzung terminieren und die Vergabe „Fachingenieur“ am 13. Dezember 2021, in der letzten Aufsichtsratssitzung für dieses Jahr, festlegen. Dann könnten die Architekten im Frühjahr 2022 beginnen.

Um sich ein Bild über die Pläne und die Finanzierung der Kurbadsanierung zu machen, hatten Geschäftsführer Rausch und Bürgermeister Leonhard Helm jetzt den zur Wiederwahl anstehenden Bundestagsabgeordneten Norbert Altenkamp (CDU) zu Gast. Bürgermeister Leonhard Helm hofft zur Finanzierung auch auf Hilfe aus Berlin. Der Bürgermeister: „Für das Denkmalpflegeprogramm ‚National wertvolle Kulturdenkmäler‘ wäre das Kurbad sehr geeignet. Mit diesem Programm werden Denkmäler und auch Parks und Gärten gefördert, denen eine  herausragende Bedeutung zukommt.“

Altenkamp sieht durchaus Chancen, dass Königstein für dieses besondere Denkmalprogramm in Frage kommt – für das Kurbad und für die Burg. Bürgermeister Helm: „Das würde Vieles erleichtern, denn für die Stadt allein sind die Instandhaltung und Sanierung solcher Gebäude allein nicht oder nur sehr schwer zu stemmen.“

Rausch plant im Moment eine Bauzeit von drei Jahren. Rausch: „Es ist mir allerdings sehr wichtig, dass wir das Bad nicht die gesamte Zeit über schließen.“ Die Bauabschnitte sollten jeweils von April bis September, wenn alternativ das Freibad geöffnet hat, von 2023 bis 2025 erfolgen.

Das Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“

Eine wichtige Säule der Denkmalförderung ist das Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“. Es wurde ins Leben gerufen, um die Erhaltung von Baudenkmälern, Bodendenkmälern sowie historischen Parks und Gärten zu unterstützen, denen insbesondere aufgrund architektonischer, historischer oder wissenschaftlicher Leistungen eine herausragende Bedeutung zukommt. Von 1950 bis 2020 konnten mit Mitteln aus diesem Programm über 700 Kulturdenkmäler mit rund 387 Millionen Euro erhalten und restauriert werden (Staatsministerium Kultur und Medien).