30.000 Impfungen pro Tag in Hessen

Gesundheitsminister Beuth besucht das Impfzentrum in Eltville

Von Eckard Steffin – 30. April 2021

Rheingau-Taunus-Kreis. Innenminister Peter Beuth besuchte das Impfzentrum in Eltville des Rheingau-Taunus-Kreises, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Die Einrichtung befindet sich in der Sporthalle des Schulzentrums Wiesweg. Begleitet wurde er von Landrat Frank Kilian und Gesundheits-Dezernentin Monika Merkert.

30.000 Impfungen pro Tag

In seinem Statement sagte Beuth: „Es gibt 28 Impfzentren in Hessen und zusätzliche mobile Teams, die Mitbürger*innen versorgen, die die Impfzentren nicht besuchen können. Damit führen wir etwa 30.000 Impfungen am Tag durch.“ Die oft gescholtene Bürokratie begründete er damit, „dass im Gegensatz zu den Hausärzten ein Impfwilliger kommt, den der Arzt im Impfzentrum nicht kennt. Auch die Hinweise zum Datenschutz sind nicht unumgänglich. Der Hausarzt hat diese Informationen und Unterschriften. „Statistisch ist nicht festzustellen, wie viele Einwohner des Rheingau-Taunus-Kreises geimpft sind. Es werden auch Mitarbeiter*innen von Einrichtungen im Kreis geimpft, die aber woanders wohnen und umgekehrt. Auch die Zahlen der Hausärzte werden nicht erhoben“, erläutert Kilian. Was feststeht, sind ausschließlich die verabreichten Impfdosen.

Das Impfzentrum selbst ist für die Besucher*innen barrierefrei zu erreichen. Beim Einlass werden die Papiere überprüft und die Impfwilligen einem Beratungsplatz zugewiesen. Danach folgt die Impfung. Anschließend warten die Geimpften noch eine vorgeschriebene Zeit, damit eventuelle sofortige Unverträglichkeiten behandelt werden können. Sollte es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen, ist eine örtliche Notfallstation vorhanden. Innerhalb von wenigen Minuten besteht auch die Möglichkeit eines Krankentransportes ins Krankenhaus. Es ist also für alles gesorgt.

Alles gut räumlich aufgeteilt

Die Aufbereitung des Impfstoffes findet in einer anderen Etage statt. Dort gibt es neben dem Arbeitstisch einen Kühlraum, der mit einer zusätzlichen Belüftungsanlage und einem Kohlendioxid (CO2)-Warnmelder ausgestattet ist. Dies ist notwendig, weil die Impfstoffe mit einer Trockeneiskühlung angeliefert werden. Trockeneis löst sich rückstandsfrei auf, sodass während der Kühlung große Mengen Kohlendioxid entstehen, das aufgrund seiner Eigenschaften nicht durch Schmecken oder Riechen wahrgenommen werden kann.

Für die Mitarbeiter*innen ist in einer Nebenhalle ein Sozialraum eingerichtet worden. Hier gibt es eine kleine Küchenzeile, ein Raum mit Tischen für eine Pause und Spinde für die persönlichen Sachen. Auch an eine Besprechungsecke wurde gedacht, damit der Betrieb reibungslos läuft.

Möglichkeiten zur Registrierung

Anmelden können sich jetzt auch die Impfwilligen der Gruppe 3. Das sind neben den über Sechzigjährigen beispielsweise Personen mit Immunerkrankungen, Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Asthma, entzündlichen Darmerkrankungen, Diabetes oder Adipositas mit eine BMI über 30. Aber es gehören auch die Polizei, Feuerwehrleute und viele andere Berufsgruppen dazu. Auf der Internetseite der Bundesregierung  sind dazu nähere Angaben zu finden. Wer sich registrieren möchte, der kann dies über das Hessische Serviceportal zur Impfung tun.3