Erster Hessischer BürgermeisterInnen-Dialog 2030 als Hybridveranstaltung im Kloster Eberbach

27. Oktober 2021

Eltville (ut/Fotos: Thao Vu Minh). Kommunen sind zentrale Akteure bei der nachhaltigen Entwicklung des Landes. Es gibt bereits viele gute Beispiele, die aufgegriffen werden können, aber auch Herausforderungen, die es anzupacken gilt. Am 26. Oktober 2021 lud Umweltministerin Priska Hinz in Kooperation mit dem Hessischen Städte- und Gemeindebund und der Stadt Eltville am Rhein zur Auftaktveranstaltung zum Schwerpunktthema „Nachhaltige Entwicklung in Kommunen“ ins Kloster Eberbach ein.

Das Kloster Eberbach in Eltville, mit seiner Jahrhunderte alten Geschichte und Tradition, die der Vorstandsvorsitzende Martin Blach in seiner Begrüßung anschaulich vermittelte, war somit der ideale Veranstaltungsort für den Ersten Hessischen BürgermeisterInnen-Dialog 2030. Von der Stadt Eltville am Rhein, Preisträgerin des Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021, soll die Motivation ausgehen, dass auch viele andere hessische Kommunen sich auf den Weg machen, die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 und somit auch das Leitbild der hessischen Nachhaltigkeitsstrategie auf kommunaler Ebene umzusetzen.

Über 50 Bürgermeister:innen aus ganz Hessen waren der Einladung ins Kloster Eberbach gefolgt, darüber hinaus haben sich rund ein Dutzend weitere Akteure digital am BürgermeisterInnen-Dialog beteiligt. Die Akteure der Landes- und Kommunalpolitik tauschten sich über Herausforderungen der Zukunft aus und nahmen mögliche Ideen zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den Blick.

In seinem Impulsvortrag betonte Bürgermeister Patrick Kunkel, dass der Begriff Nachhaltigkeit und die Agenda 2030 einen Rahmen dafür liefern, sämtliche Themen und Herausforderungen der Zukunft integriert bearbeiten zu können. Aufbauend auf der Arbeit der ämterübergreifenden AG 2030 hat die Stadt jüngst eine Nachhaltigkeitsstrategie erstellt, die derzeit in den politischen Gremien diskutiert wird.

Vielfach wurde betont, dass Nachhaltigkeit in Kommunen „Chefsache“ ist bzw. sein muss, damit sich Kommunen widerstandsfähig und zukunftsorientiert aufstellen können. Weiterhin wurde hervorgehoben, dass die Kommunen mit sehr vielen weiteren Stakeholdern zusammenarbeiten müssen, um Fortschritte im Nachhaltigkeitsprozess erzielen zu können.

Dr. Christian Hey, Abteilungsleiter im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV), zuständig für die Koordination der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie, erklärte, dass das Land Hessen die Kommunen in ihrem Engagement zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 unterstützen möchte. Dazu soll ein „Werkzeugkasten“ entwickelt werden, der praktische Angebote für Kommunalvertreter enthalten wird. Als eine weitere konkrete Maßnahme ist eine Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) zur Unterstützung der Hessischen Kommunen zur Entwicklung kommunaler Nachhaltigkeitsstrategien in Vorbereitung.

Links für weiterführende Informationen:

https://www.hessen-nachhaltig.de/nachhaltige-entwicklung-in-kommunen.html

Global Nachhaltige Kommune – SKEW (engagement-global.de)

https://www.eltville.de/stadtleben/die-stadt-und-verwaltung-der-zukunft/