"Haus der kleinen Forscher"

Städtische Kindertagesstätte „Mäuseburg“ zum zweiten Mal zertifiziert

Sie freuen sich gemeinsam (vlnr): Anne Menzel, Erzieherin in der Kindertagesstätte Mäuseburg, Reiner Greve, Amtsleiter für Jugend, Kultur und Soziales, Kreisbeigeordnete Katrin Hechler, Ute Erkelenz-Athie, Kindertagesstättenfachberatung und Netzwerkkoordinatorin Haus der kleinen Forscher, und Bürgermeister Steffen Wernard.

12. Oktober 2021

Hochtaunuskreis (ut). Die städtische Kindertagesstätte „Mäuseburg“ erhielt am Freitag, 8. Oktober, die zweite Plakette und Urkunde als Haus der kleinen Forscher. Anlässlich der Zertifizierung fand in der Kita ein kleines Forscherfest für die Kinder und Erzieher zum Thema „Sinne“ statt. Auf dem Spielplatz war zum Thema „Fühlen“ ein Barfußpfad aufgebaut mit Kastanien, Tannenzapfen, Sand etc., an dem die Kinder viel Spaß hatten. Es gab eine Station zu „Sehen und suchen“, wo die Kinder ein Suchmemory mit Naturmaterialien machen konnten. Und zu guter Letzt gab es noch die Station „Hören“ mit Klangspielen aus Löffeln und Becher-Telefon, worüber die Kinder staunten.

„Ich freue mich, den Kindern und Erziehern heute die Urkunde und Zertifizierung zum Haus der kleinen Forscher überreichen zu dürfen“, sagte Katrin Hechler in ihrer Begrüßung. Schön sei, dass die Kinder die Möglichkeit bekämen, schon im frühen Alter im Bereich Forschung Erfahrungen zu sammeln, so Hechler.

Steffen Wernard, Bürgermeister der Stadt Usingen, schloss sich den Worten von Hechler an: „Es ist toll, dass wir hier in Usingen durch die Kindertagestätte ein solch attraktives Angebot für die Kinder haben.“ Ebenso sei es ein weiterer Baustein, der das Wohnen für junge Familien in Usingen so interessant mache, so Wernard.

Nachdem Forschen und entdecken schon seit einigen Jahren zum Angebot für die Kinder im Alltag gehört, machte sich im Jahr 2018 die Kindertagesstätte auf den Weg, dieses pädagogische Angebot zertifizieren zu lassen. Im September 2018 erhielt die Kita ihre erste Zertifizierung. Seitdem haben sich die pädagogischen Fachkräfte zum Teil durch Online- und Präsenzfortbildungen beim Netzwerk Hochtaunuskreis zum Thema „MINT“ (Mathematik – Informatik – Naturwissenschaften – Technik) fortgebildet.

Um das kontinuierliche Engagement nach außen sichtbar zu machen, können sich die Einrichtungen nach zwei Jahren erneut um die Plakette „Haus der kleinen Forscher“ bewerben und ihre Zertifizierung damit auffrischen.

Mit viel Engagement begleiten die Fachkräfte die Kinder in der Kindertagesstätte, bei ihrer Entdeckungsreise zum Forschungsthema Kristalle. Jedes der Kinder stellte sein eigenes Edelsteinbuch her (abmalen, „beschriften“) und suchte auf dem Kita Gelände und im angrenzenden Wald nach Glitzersteinen, Kristallen und Edelsteinen. Aus der Frage: „Wo können wir Edelsteine und Kristalle selber finden?“ ergab sich die Frage: „Können wir uns selber Edelsteine machen?“ Viele weitere Forschungsaktivitäten wie Versuche, Kristalle züchten in Salzlösungen und dies unter verschiedensten Bedingungen wie z.B. an einer Schnur, die in ein Glas mit Salzlösung gehängt wird, in einer Salzlösung auf Tellern mit Ästen und Blättern über Nacht, auf der Heizung.

Die „gezüchteten Kristalle“ wurden in der Kita ausgestellt und an die Eltern, die aufgrund der Pandemie keinen Zutritt zur Kita hatten digital mit kleinen Videofilmchen verschickt.

Netzwerk Hochtaunuskreis

Der Hochtaunuskreis ist seit 2009 lokaler Netzwerkpartner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Mittlerweile haben 221 pädagogische Fachkräfte aus 78 Kindertagesstätten im Hochtaunuskreis an den verschiedenen Workshops teilgenommen.

Gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ mit Sitz in Berlin engagiert sich seit 2006 für gute, frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Partner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ sind die Siemens Stiftung, Dietmar-Hopp-Stiftung, Dieter Schwarz Stiftung sowie Friede Springer Stiftung und wird seit 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.